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Mittwoch, 23 Mai 2012

Liebe Gäste, wir würden  Sie gerne mit unserem lieben Kiew im neuen 2012 Jahr vertraut machen!      

Artikel > Geister und Gespenster des Kiewer Opernhauses

 

 Inessa BLUM, Journalistin.
Extra für «Prime Excursion Bureau».

 Ob der Geist des berühmten Reformatoren des Russischen Imperiums, dessen namhaften Ministerpräsidenten Pjotr Stolypin in Couloirs der Kiewer Staatsoper schwebt? Wer weiß? Über Poltergeist wird es hier nicht geklagt. Doch der erschallte Schuss am 1.September 1911 im Parterre des Opernhauses hatte die Geschichte für immer geändert. Das Theater selbst wurde nicht nur zu einer Bühne, wo Drama der Kunst gespielt wird, sondern auch zum Ort der menschlichen Tragödie.

Geister und Gespenster des Kiewer Opernhauses

Geister und Gespenster des Kiewer Opernhauses
Geister und Gespenster des Kiewer Opernhauses
Geister und Gespenster des Kiewer Opernhauses
Geister und Gespenster des Kiewer Opernhauses
Geister und Gespenster des Kiewer Opernhauses
Geister und Gespenster des Kiewer Opernhauses
Das heutige Gebäude des Theaters entstand nachdem als das ursprüngliche 1896 niedergebrannt war.

 

Das im September geborene

September ist ein markanter Monat in der Geschichte des Kiewer Opern- und Ballett-Theaters. Am 15. September 1901, fast 110 Jahre vorher ist es feierlich eröffnet worden. Der Ministerpräsident des russischen Imperiums P. Stolypin wurde am 1. September 1911 tödlich verwundet. Im September 1941 wurden aus den Kellern des Theaters die Sprengladungen durch die Besatzer herausgeholt, welche „sorgsam“ von den NKWD-Leuten (Volkskommissariat der inneren Angelegenheiten) zurückgelassen wurden. (Nach NKWD Veranlassung wurde auch die Hauptstraße Kreschtschatik vor dem Abzug er sowjetischen Armee durch Sprengungen total zerstört.

Das heutige Gebäude des Theaters entstand nachdem als das ursprüngliche 1896 niedergebrannt war. Es ist übrigens die typische Angelegenheit aller Theater, welche durch die Dekorationen, Kostüme, Vorhänge, Holzausstattung und andere Zubehöre „gestopft“ sind... Nach dem Brand erklärten die Kiewer einen Weltwettbewerb für das beste Projekt des neuen Theaters. Kiew erlebte damals eine Spitzeperiode   des nie gesehenen Baubooms, welcher ein Jahrzehnt  zuvor begann und bis zu Ereignissen des Oktoberputsches in St. Petersbug dauerte. Im Weltwettbewerb hatte nicht irgendwelcher ausländischer „Maitre“, sondern ein Petersburger Architekt gewonnen, der eigentlich den deutschen Namen Schröter hatte. Nach dem Projekt des Architekten ist  das Halboval des Gebäudes durch sieben Bogen/Gewölben aufgeteilt, was die sieben musikalischen Tonleiter symbolisieren sollte. Zwischen den Gewölben sind die Masken angebracht, welche die Musen der Melpomena- Tragödie und Talia-Komödie symbolisieren. Die geflügelten Genien über dem Zentraleingang des Theaters – die gutherzigen Geister –Beschützer  der Opernkunst und des Theaters selbst.  Seit jener Zeit hat das Theater tatsächlich ein glückliches Schicksal: über sieben Jahrzehnte steht es unversehrt, im Zweiten Weltkrieg ist heil geblieben, erlebte keine Brände mehr.

Authentizität der Oper reizt und lockt an. Die Theater haben überhaupt die Eigenschaft die Zeit in einem geschlossenen Raum zu konzentrieren, als ob sie in den Wänden von Make-up Zimmern, Übergängen, Enfiladen, Garderobenräumen etc. gelötet sei. In solches architektonische Meisterwerk geratend, begreift man sofort, welchen großen Wert unsere Vorfahren auf das Theater gelegt hatten. In der Zeit, als noch keine TV und Internet existierten, waren das Theater und das Buch die Grundlage der Ausbildung, der Vergnügungen und sogar der bürgerlichen Propaganda. Die belgische Revolution von 1830 entstand dadurch, dass die Leute durch das Schauspiel „Eine Stumme aus Portici“ inspiriert wurden, welches den Ereignissen des Aufstandes im Jahre 1647 in Neapel gewidmet war. Kiewer Oper hatte zu revolutionären Unruhen niemals provozieren, rief doch andere Emotionen, wie Genuss, ästhetische Katharsis hervor.

Das Theater ist unterdessen unter gar keinen unaufhaltsamen Lobpreisungen geboren worden. Unter den Fanfaren, die anlässlich dessen erschallten, dass Kiew endlich ein  vortreffliches Opernhaus erhielt, waren auch die Stimmen von Kritikern zu hören. Die berühmte Zeitung „Kiewljanin (Kiewer)“ schrieb: „Das Aussehen des Theaters ist äußerst reizlos: unschöner Aufbau sitzt inmitten des Platzes als eine große plumpe Schildkröte. Den Eindruck verdirbt noch dazu die unansehnliche Ausstattung  des Gebäudes. Dekor des Zuschauersaals kennzeichnet sich durch Schlichtheit und Armut...»

Der ehrwürdige Kritiker hatte bestimmt mit etwas zu vergleichen. Wahrscheinlich waren die Wiener-, Pariser-und Odessa –Opern viel mehr „ausgeschmückt“ und  mit Gold „gesättigt“. Doch in fernen 1860-ern wurde auch die berühmte Wiener Oper -  Ahne von  Pléyadas vieler Opernhäuser weltweit – als „eine ungefüge Kiste“  in der Presse in Verruf gebracht. Selbst der österreichische Imperator hatte das Projekt ausgeschimpft.  Als Ergebnis hierfür verstarb einer der Architekten vom Infarkt und ein anderer beging Selbstmord.  

In unserem Fall verstarb der Architekt Schröter im Alter von 62 Jahren am Vorabend (vor einigen Monaten ) der feierlichen Eröffnung des Theaters. Der Tod des Architekten war keineswegs mit der Kritik  seiner Schöpfung verbunden: denn 1901 rief ähnlicher Baustil so heftige Emotionen, wie 40 Jahre zuvor nicht mehr hervor. Auch der damalige Imperator Nikolai II hatte seine eigene Meinung zum Kiewer Opernhaus im Gegensatz zum Imperatoren Franz Josef nicht geäußert. Mit dem Recht können wir sagen, dass dieses Projekt „Schwanengesang“ des angesehenen Architekten war.  Sein Meisterwerk war tatsächlich hervorragend. Der Zuschauersaal war für 1,5 Tausend Plätze vorgesehen und verfügte im damaligen Russischen Imperium über die größte Opernbühne: Breite – 34,3 m, Tiefe – 17,2 m, Höhe – 22,7 m. Den Bogen des Haupteinganges krönte ursprünglich Wappen von Kiew, welches mit der Zeit durch die Lyra (Symbol der Musikkunst) tragenden Greifen ablöst wurde. Die Fassade des Gebäudes verzierten die Büsten von Schevtschenko, Glinka, Serov, welche die Schauspieler des Petersburger Mariinski-Theaters der Stadt Kiew geschenkt hatten.

Geister und Gespenster des Kiewer Opernhauses Geister und Gespenster des Kiewer Opernhauses
Denkmal für Pjotr Stolipin auf dem Duma-Platz (heute Platz der Unabhängigkeit)

Abbau des Denkmals für P. Stolipin im März 1917

Moment der Tragödie

Geister und Gespenster des Kiewer Opernhauses

Pjotr Stolipin

Am 1. September 1911 wurde auf der Bühne der Kiewer Oper „Die Sage über den Zaren Saltan“ aufgeführt.  Dieser Veranstaltung wohnten der Imperator Nikolai II mit seiner Töchtern bei, sowie repräsentative Delegation des Ministerkabinetts mit dem Ministerpräsidenten Stolipin an der Spitze. Während der zweiten Pause, als Premierminister an der Schranke des Orchestergrabens mit dem Hofminister Baron Fredericks und Land-Tycoon Grafen Potocki ein Gespräch führte, näherte ihm unerwartet ein hagerer junger Herr und gab zwei Schüsse aus Browning ab. Er wusste wohin zu schießen. Doch die erste Kugel traf den Arm, mit dem Stolipin versuchte sich instinktiv zu schützen und die zweite hatte  Leber getroffen. Damals war die Verwundung solcher Art tödlich (wie auch im Fall mit dem hervorragenden russischen Dichter Alexander Puschkin 70 Jahre vorher); die Ärzte vermochten nicht die zweite Person des Imperiums zu retten.

Stolipin verstarb nicht sofort nur deshalb, weil die Kugel vom „Kreuz des St. Wladimir“ an der Uniform des Premierministers abprallte. Nach der Schußverletzung ließ er sich schwerfällig in den Sessel nieder und flüsterte ruhig: „Ich bin glücklich für Zaren zu sterben…“. Für denselben Zaren, der schon längst den populären und harten Wirtschaftler/Manager hasste, welcher aufrichtig versuchte den Lauf der Geschichte seiner Großmacht zu ändern.  Bis heute wird die Streitfrage von Historikern diskutiert, ob in dieser prickelnden Angelegenheit die zaristische Geheimpolizei nicht mitgewirkt hätte… Ausgehend lediglich  aus einer Tatsache, dass der Täter den Zugang zur exklusiven Veranstaltung im Theater irgendwie erhalten konnte…

Während der Vernehmungen sagte und erzählte der Täter nichts.  Er war der Tatsache bewusst, dass sein Name in die Geschichte eingegangen sei. Nur das wollte   Sohn eines der reichsten Magnaten und Immobilienbesitzer, der sich mit den Sozialdemokraten einließ und nachher zum Killer wurde.

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Hinaustragen der Leiche von Stolipin aus dem Krankenhaus der Brüder Makovskies

Stolipins Grabmal auf dem Gelände des Höhlenklosters

Stolipin verschied in 10 Tagen nach dem Attentat in der Klinik von Brüdern Makovskies. Der Mörder Bagrow ist auf dem Kahlen Berg bei Tagesanbruch am 12. September erhängt worden. Er wurde zum „bekanntesten“ unter hunderten namenlosen  Hingerichteten und heimlich Begrabenen im Erdinneren des höchst mystischen Berges Kiews.

Durch dieses traurige Ereignis verschaffte sich Kiewer Oper eine fatale Aura, welche die weitere positive schöpferische Entwicklung  unseres Theaters keineswegs  beeinflusst hatte. 

 Zeit der Wirren

Geister und Gespenster des Kiewer Opernhauses
Geister und Gespenster des Kiewer Opernhauses
Geister und Gespenster des Kiewer Opernhauses

1918 traf bekanntlich eine andere Epoche ein, die selbst vollkommen fatal war. Während des Ukrainischen Staates wurde die Kiewer Oper als Ukrainisches Drama- und Oper-Theater genannt. Im August 1918 wurden ins Ukrainische solche Opern übersetzt wie: , „Faust“, „La Traviata“, „Stiefelchen“, „Märchen von Hoffman“, „Boheme“, „Verkaufte Braut“, „Nixe“, „Ländliche Ehre“, „Jüdin“, „Madame Butterfly“.

Als im Jahre 1919 die Bolschewiken (Kommunisten) sich in Kiew ganz gründlich „niedergelassen“ hatten,  wurde das Theater zu Ehren eines der Idole von Sozialdemokratie Karl Liebknecht umbenannt. Den Namen des deutschen Revolutionärs trug unser Theater 20 Jahre lang. Es wechselte nur seinen Status: 1926 wurde es zur Kiewer staatlichen, akademischen Oper und 1934, als die Hauptstadt der Ukraine in Kiew  versetzt wurde, erhielt es die Bezeichnung Akademischer Theater für Oper und Ballett der USSR. Und erst 1939 wurde ihm anlässlich des 125-Jahrestages von Nationaldichter T. Schewtschenko sein Name verliehen.

In den Jahren des Zweiten Weltkrieges wurde die Theatertruppe in die Stadt Ufa und bald darauf Irkutsk evakuiert und erst 1944 kehrte sie in Kiew zurück. Doch auch während der Besetzung Kiews durch die deutschen Truppen blieb das Theater weiterhin in „Faveur“, denn die echten Arier hatten die hohe Kunst gern. Es wurde eine neue Theatertruppe gebildet. Nach dem Minenräumen von Theaterkellern fand am 27. November 1941 die Eröffnung des Theaters statt. Die Oper wurde als „Grosse Оper Кiew“ genannt. Für die neuen „Meister des Lebens“ wurden gewiss die Opern von Wagner  „Lohengrin“ und „Tannhäuser“  in der Sprache des Originals aufgeführt. Es wurden auch andere Stücke wie „The Queen of Spades“, „Natalka Poltawka“, „Carmen“, „Aida“ auf der Theaterbühne gespielt. Und am 20. Juni 1942 z.B., wurde das Ballett „Coppelia“ von Leo Delibes anlässlich des Eintreffens in Kiew von Reichsminister der östlichen Territorien Rosenberg und Reichskommissar der Ukraine Erich Koch gezeigt.

Gleichzeitig wurde das Theater in die Untergrundtätigkeit herangezogen: die führende Solistin Raisa Okipnaja erwies sich als Mitglied der kommunistischen Partei der Gruppe von Ivan Kudrja. Die beiden wurden verhaftet und zu Tode gefoltert im Herbst 1942.

 

 Ruhige  Reifezeit

Geister und Gespenster des Kiewer Opernhauses
Geister und Gespenster des Kiewer Opernhauses
Geister und Gespenster des Kiewer Opernhauses

Giuseppe Verdis „La Traviata“

 

In den Nachkriegszeitjahren wurde das Repertoire des Theaters durch die Werke von sowjetischen Komponisten erweitert.

Zu verschiedenen Zeiten waren hier die berühmten Dirigenten, wie Nathan Rachlin, Konstantin Simeonow, Stepan Turtschak, die Vokalisten Boris Gmirja, Arnold Azrikan, Zoya Gaidai, Maria Litwinenko-Wohlgemuth, Oksana Petrusenko, Larisa Rudenko tätig. Hier sang auch der berühmte russische Bass Fjodor Schaljapin.

Im Reitraum  1983-88 wurde eine Generalrekonstruktion des Gebäudes vorgenommen – zum ersten Mal in 80 Jahren. Die Restauratoren haben bedeutende Änderungen im Bereich hinter den Kulissen getroffen, was die Zahl von Probesälen sowie Make-up Zimmern erhöhte. Es entstand ein spezieller Chorsaal. Die Ausmaße der Bühne wurden bis 20 m in der Tiefe und 27 m in der Höhe erweitert. Die Gesamtfläche der Bühne macht heute 824 m² aus.

Die alte Orgel wurde durch eine neue des tschechischen Fabrikats der berühmten Firma „Rieger-Clos“  abgelöst. Auch der Orchestergraben unterzog  einer Umgestaltung und kann heute für 100 Musikanten die Plätze gewähren. Das Gebäude erhielt seinen ursprünglichen Anstrich von 1901.  

Geister und Gespenster des Kiewer Opernhauses Geister und Gespenster des Kiewer Opernhauses

Kiewer Staatsoper ist immer für Sie offen

 

Von 1992 bis 2000 leitete die Ballett-Truppe der Nationaloper der Ukraine einer den bekanntesten ukrainischen Choreographen Anatoli Schekera (1935–2000). Mit seinem Namen sind die Errungenschaften des ukrainischen Balletts in den letzten Jahrzehnten des XX. Jahrhunderts verbunden. Außer klassischen Meisterwerken, wie „Schwanensee“ und „Nussknacker“ von P. Tschaikowsky, „Raymond“ von A. Glasunow,  „Coppelia“ von L. Delib erfreute er den Zuschauer mit vielen modernen Werken, wie „Lilie“ von K. Dankewitsch, „Spartacus“ von A. Chatschaturjan, „Olga“ von E. Stankowitsch, „Legende über die Liebe“ von A. Melikow. Er bereicherte das Ballett mit Polyphonie des Tanzes, symphonischer Entfaltung  der choreographischen Partitur. Seine Aufführung des Balletts „Romeo und Julia“ wird seit 1971 schon 30 Jahre hindurch mit Applaus empfangen. Dieses Schauspiel wurde in vielen Ländern gezeigt und ist mit der UNESCO- Medaille als die beste Interpretierung des Großen Komponisten Prokofjew ausgezeichnet worden.

Auch heute, ihren 110-jährigen Jahrestag begehend,  heißt Sie Kiewer Oper gerne willkommen!

Februar 2011.

 



21.05.2012  «Schlichtes Häuschen“ des Zucker-Managers

 Alexander  MIKHAILIK, Journalist

Im Jahre 1912 ließ Herr Michail Schestakov - der Geschäftsführer der Zuckerfabriken des Zuckermagnaten Fjodor Tereschtschenko – für sich eine Stadtvilla bauen, in der einst Josip Broz Tito (Staatspräsident Jugoslawiens 1953-80) empfangen worden war und der letzte Sekretär der kommunistischen Partei der Ukraine Vladimir Schtscherbitsky arbeitete. 

 


11.05.2012  Natalija Pukshyn: „Wir schenken die positiven Emotionen!“

 Natalija  – kreative Direktorin von „Prime Excursion Bureau“ – elegante,  freudige und sehr angenehme in Umgang und  Geschäftsverkehr Dame. Sie leitet nicht nur virtuos die Travel Company,  sondern liebt aufrichtig das Geschäft,  dem sie sich vollkommen hingibt.

 


17.04.2012  Im Ring des Ruhmes. Über die Brüder Klitschko

 Nikolai KULAKOV, Journalist

Extra für „Prime Excursion Bureau“

Ohne sie – das einmalige Phänomen des Weltsportes, würde sich Ukraine nach wie vor mit Tschernobyl assoziiert und als ein  merkwürdiger Raum, „Terra incognita“ der Weltgeographie  bleiben. Die Brüder Klitschko  haben im wahrsten Sinne des Wortes für die Ukraine einen Platz im Rating des Weltruhmes „herausgeschlagen“. Jetzt ist Ukraine als die Heimat  der Großen Sportler weltweit bekannt.

 


19.03.2012  Gründung des Apothekenwesens in Kiew

   Eugen SKIBIN, Guide-Dolmetscher, extra für „Prime Excursion Bureau“    

Im Altertum wurden die Heilmittel unmittelbar von denen hergestellt, wer sich mit der Gesundheit der Kranken beschäftigte: Kurpfuscher, Schamanen, Zauberer, волхвами Wahrsagerinnen etc. Erst mit der Zeit erfolgte die Abtrennung und die Apotheken erwarben die Selbständigkeit. Die Erfahrung in der Behandlung der Kranken, die Angaben über die speziellen Kräuter, Heilmittel der Naturherkunft wurden schon seit den Urzeiten der Kiewer Rus von einer Generation zu anderer weitergeleitet bzw. vererbt. Im Altertum verkauften die „Wunderdoktoren“ auf den Marktplätzen die Heilkräuter, Tinkturen, Amuletten, leisteten die medizinische Hilfe, allerlei Empfehlungen und… die Zukunft voraussagten. 

 

 


08.02.2012  Christi- Geburt -Kirche in der Unterstadt Podol

 Michail KALNIZKY, Historiker, Forscher des Kiewer Altertums.

Extra für «Prime Excursion Bureau».

In der Geschichte Kiews sind wenige Christi-Geburt-Kirchen bekannt. Die bekannteste darunter befindet sich auf dem Postplatz („Potschtovaja“-Ploschtschad) der Unterstadt Podol. Erst vor einigen Jahren wurde diese Kirche aus dem „Nichtsein“ zurückgeholt, in dem sie  viele  Jahrzehnte verblieb.  

 


12.01.2012  „Schwarze Perle“ von Lvov

Sophia Kiewskaja, Journalistin
Extra für „Prime Excursion Bureau“

Die am Ausgang der Renaissance-Epoche errichtete prächtige Kapelle auf einem der Zentralplätze Lvovs - ist eine Art Hymne  für Kunst der Bildhauer, Maler, Steinschnitzer, die ein echtes Meisterwerk geschaffen hatten. Schon über 400 Jahre schmückt die Hauptstadt der West-Ukraine die Boims Kapelle der namhaften ungarischen Dynastie, deren Vertreter nicht nur in der Geschichte der Stadt, sondern auch in der Weltgeschichte berühmt wurden.


21.12.2011  Mystische Orte Kiews

Michail KALNIZKY, Historiker.
Extra für «Prime Excursion Bureau».

Es existiert einen Volksglaube, dass auf dem Kahlen Berg in Kiew die Hexen aus der ganzen Welt zusammenkämen, um gemeinsam mit Vampiren den „Sabbat“ zu feiern und  auf sog. “Metschiki” (Holzmesser, mit welchen Hanffasern vom Stängel losgelöst werden) „per Luft“ zu reiten ; hier sollten die neuen Hexen ihre alten „Kolleginnen“ kennen lernen, welche den ersten allerlei Hexereien beibringen.


14.12.2011  Hier wandern die Erinnerungen an verflossene Jahre

Helena SMOVZHENKO, Stadtführerin.
Extra für «Prime Excursion Bureau».

Sobald  Sie von der Hektik und Lärm der Stadt müde werden, von Betrachtung des unendlichen Verkehrsstroms   und Einatmung der Luft von modernsten Errungenschaften der Zivilisation satt haben sowie Ihnen einfach Ruhe und etwas ungewöhnliches,  romantisches fehlen würden, kommen Sie dann hier bestimmt zurecht… Hier, wo die  verwickelten Alleen im englischen Landschaftsstil eine Menge von Geheimnissen der Vergangenheit in sich geheim halten und die Bäume fähig sind die unausstehlichste Hitze zu ertragen, wo die Zeit ihren Lauf  verlangsamt  und macht sich auch auf einem Bänkchen bequem -  hier im Mariinsky Park!


04.12.2011  Goldenes Zeitalter der ukrainischen Fotografie

Alexander TRATSCHUN, Historiker der inländischen und ausländischen Fotografie
Extra für «Prime  Excursion Bureau»

Der nicht gleichgültige Blick auf die Entwicklung bzw. Evolution der ukrainischen Fotografie (1839-2008) zeigt, dass deren goldenes Zeitalter auf den Zeitraum 1887-1915 fällt. Fotografie kam in die Ukraine im Sommer 1839 (Lvov/Lemberg, J. Gloyzner). In Kiew und Odessa kamen die ersten  Fotographen in der ersten Hälfte 1840-er, in Kharkow -1851 zum Vorschein. Außer den üblichen Aufnahmen, wie Porträts, Gruppenbilder, Landschaftsbilder etc., trieb die Keime auch Dokumentar- und Wissenschaftsfotographie. 


21.11.2011  Über den Steilhängen schwebende

Michail GAVRILENKO, Journalist.
Extra für «Prime Excursion Bureau»

Andreas-Kirche schwebt über den Kiewer Steilhängen wie ein zierliches Porzellanspielzeug. Wie viel Wundervolles, Leichtsinniges, Lebensfröhliches des XVIII. Jahrhunderts verkörpert und beinhaltet sie, offenbart die Epoche der fröhlichen „Zarin Elizabeth“, der unaufdringlichen Pracht  des Meisterwerkes von Rastrelli! Wie verstand denn der Große architektonische „Zauberer“ dem Barock beinahe  Musiktönen entlocken zu können! Es scheint, als ob die Andreas-Kirche eine hohe harmonische Note in der Sonate von Kiewer Tempeln sänge.  


05.10.2011  Wiege der ukrainischen Ausbildung

Viktoria NAIDA, Journalistin
Extra fürPrime Excursion Bureau

Als in jüngster Vergangenheit der 500-UAH-Geldschein im Umlauf zum Vorschein kam, erwiesen sich auf dessen beiden Seiten die Darstellung des Akademiegebäudes, das  sich auf dem Kontraktplatz der Unterstadt Podol befindet und das Porträt des hervorragenden ukrainischen Philosophen, eines der berühmtesten Absolventen der Akademie – Grigory Skovoroda. Diese Thematik ist der ältesten Lehranstalt der Ukraine – Kiewer Mogyla-Akademie gewidmet.  Hier entstand, hielt stand und entwickelte sich die ukrainische Bildung.


30.09.2011  Der Riese aus Zhitomir-Gebiet: der höchste Mensch des Planeten lebt in der Ukraine

Inessa BlUM, Journalistin
Extra für „Prime Excursion Bureau“

Gigantische Größe ist eine schwere Last für deren Besitzer. Wie auch jede Naturanomalie, fesseln die „mega“- hohen Menschen auf sich die Aufmerksamkeit, manchmal  auch eine ungesunde. Häufig verzichten solche Leute auf unnötigen „Ruhm“ und hektisches „Gedränge“ um ihre Person und möchten ein „normales“ Leben führen. So eine Art Mensch ist Leonid Stadnik – der höchste Mann des Planeten, der über 257 cm hoch ist.  


09.09.2011  Kitajevo: Legenden und Wahrheit von „Kiewer Athos“

Andrei  KLINSKY, Journalist
Extra fürPrime Excursion Bureau

Wie würden Sie darauf reagieren, wenn es sich plötzlich herausstellt, dass ein Mönch-Eremit, an welchen Sie sich mehrmals für einen Rat bzw. mit einem Bekenntnis wandten, sich als eine Frau erwies…? Das bringt Sie freilich wenigstens zum Staunen. Und wenn Sie erfahren, dass es auf dem Kiewer Boden außer dem berühmten Kiewer Höhlenkloster Lawra noch die unterirdischen Höhlen gibt, wo einst die Mönchen ihre Zuflucht fanden? All diese Fragen sind mit einer der herrlichen und malerischen Ortschaften im Süden Kiews –Kitajevo-Einsiedelei verbunden, wo sich das St. Dreifaltigkeitskloster befindet, in dem das Pfingsten für das größte kirchliche Fest gilt.    


10.08.2011  „Das fünfte Element“ für „Million Dollars“: bezaubernde Kiewerin Milla Jovovich

Inessa Blum, Journalistin
Extra für „Prime Excursion Bureau“

Ihr voller Name wird in verschiedenen Quellen unterschiedlich geschrieben. Genauer zu sagen – nicht der Name, sondern die Namen. Milica Bogdanowna  (mehr korrekter - Borgievna) nach russischer und ukrainischer Tradition; Milica Natascha in Tradition von Montenegro – nach ihrem Vater, liebliches Mädchen und Hollywooder „Retterin der Menschheit“ Milla – all dies ist unsere Landfrau, Kiewerin namentlich Jovovich.


31.07.2011  Operettentheater

Michail Kalnizky  - Historiker, Forscher des Kiewer Altertums.
Extra für „Prime Excursion Bureau“ . 

In dieser Saison begeht das Kiewer akademische Operettentheater  seinen 75-Jahrestag. Dieses markante Datum ist damit verbunden, dass 1934 im Gebäude auf der Krasnoarmeiskaja-Str., 53   eine stationäre Mitgliedschaft des Kiewer staatlichen Theaters für Musikkomödie herausgebildet wurde, das unmittelbarer Vorgänger des heutigen Operettentheaters war. Ein Jahr später fanden schon seine Aufführungen   statt.


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