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Stadt Kharkov, Altstadt mit Schutz- und Fürbitte-Kloster 17. Jh., Himmelsfahrt-Kathedrale 18. Jh.
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Stadt Kharkov, Altstadt mit Schutz- und Fürbitte-Kloster 17. Jh., Himmelsfahrt-Kathedrale 18. Jh.
Mittwoch, 23 Mai 2012

Liebe Gäste, wir würden  Sie gerne mit unserem lieben Kiew im neuen 2012 Jahr vertraut machen!      

Artikel > Aus der Geschichte der Mezhigorskaja-Straße

 Michail Kalnizky, Kenner des Kiewer Altertums,
extra für „Prime Excursion Bureau“

Eine der Straßen, an deren Kreuzung sich „Prime Excursion Bureau“ befindet, heißt Mezhigorskaja. Dieser Name stammt von der Ortschaft Mezhigorie (was so gut, wie „zwischen Bergen“ bedeutet), welche vor Kiew liegt, und in deren Richtung diese Straße führt.

Zurzeit wird von Mezhigorie hauptsächlich als über die Residenz des neuen Präsidenten gesprochen, welche einen skandalösen Ruf wegen der Polemik hervorgerufen hat, zugrunde deren folgender Streitpunkt liegt – wem soll diese ehemalige „staatliche Datsche“ mit dem Gelände von ca. 140 ha gehören (?). Obwohl für unsere Vorfahren hatte der Begriff „Mezhigorie“  ganz andere Bedeutung.

Hier, in ca. 18-20 Werst Dnepraufwärts befand sich ein altes Kloster. Als sein Vorgänger galt eine Einsiedelei vor der fürstlichen Stadt Wischgorod mit einer Erlöser-Kirche aus XII. Jahrhundert. Nach dem Überfall von Mongolen 1240 ist diese zerstört worden. Doch, mit der Zeit wurde hier das Mönchsleben wiederhergestellt  und die Mönche errichteten eine neue Kirche über dem Dnepr. Dem Mezhigorie-Kloster gegenüber waren die Zaporozhjer - Kosaken nicht gleichgültig: sie spendeten ständig großzügig zum Wohle des Klosters und fanden hier Ruhe nach ihren Feldzügen. Hier wurden immer die Priester für Kosakenzentrum „Zaporozhjer Siech“ ernannt. Dieses Kloster nannte man oft „Zaporozjher- Lawra“.

Die Imperatorin Katherina II hatte jedoch durch die Abschaffung von Zaporozhjer Siech auch das Kloster  aufgelöst. Auf dessen Territorium entstand eine Fayencefabrik. Dennoch wurde es für die Wiederherstellung des Klosters im Volke appelliert.  Dadurch ist der ganze Klosterkomplex samt erhalten gebliebenen Bauwerken 1886 dem Troizky-Ioninsky- (Dreieinigkeits-)-Kloster untergeordnet worden, und 1894  wurde es ins Nonnen-Kloster umgestaltet und der Obhut von Kiewer Pokrovsky-Kloster (Schutz-und Fürbitte) übergeben.    

Aus der Geschichte der Mezhigorskaja-Straße Aus der Geschichte der Mezhigorskaja-Straße
Kloster in Mezhigorie. Postkarte Anfang des ХХ. Jhrs Erlöser-Kirche im Kloster. Zeichnung von T.Schevtschenko

 Die größten Bauwerke des Mezhigorie-Klosters waren die Erlöser- und Verklärungs-Kathedrale der zweiten Hälfte des XVII. Jahrhunderts und der Glockenturm, der nach dem Geheiß des letzten  Atamans der „Zaporozhjer Siech“ Pjotr Kalnischevsky 1772-1774 errichtet wurde. Es sind übrigens die Zeichnungen mit Darstellung dieser Heiligtümer erhalten, die unser Nationaldichter und Maler Taras Schevtschenko vor Ort 1843 mit Bleistift gemalt hatte.

In der Sowjetzeit wurde das Kloster aufgelöst und auf dessen Gelände befand sich eine Lehranstalt, wo die Spezialisten in Herstellung der künstlerischen Keramik ausgebildet wurden.  Die Historiker und Spezialisten halten den Mezhigorie- Klosterkomplex für das kulturelle und historische Denkmal und beabsichtigten diesen als Denkmalschutzobjekt zu erklären. Doch… nachdem im Jahre 1934 die Hauptstadt der USSR (Ukrainischen Sowjetische Sozialistische Republik) aus Kharkov  in Kiew verlegt wurde, hatte die Leitung der Republik für diese malerische Ortschaft eine andere Bestimmung gefunden. Die Klosterbauten wurden entfernt und an deren Stelle baute man die Regierungsresidenz (sog. „Regierungsdatsche“). Seit jener Zeit gilt dieses historische Territorium viele Jahre hindurch für „security“ und unzugänglich für die Forscher und Historiker. Aufgrunde  des Fehlens von zuverlässigen Informationen gehen die Gerüchte um sowie die Diskussionen in Massenmedien, dass irgendwo in den Kellern des abgebauten Klosterkomplexes die legendäre Bibliothek des Großfürsten Jaroslav des Weisen versteckt sein sollte!    

Der Straßenname „Mezhigorskaja“ erschien auf der Stadtkarte im Jahre 1869. Vorher hieß diese Straße - die in  moderne Verkehrsader Mitte des vorigen Jahrhunderts umgebaut wurde – „Konstantinovskaja“ (Konstantin –Eigenname). Die heutige  „Konstantinovskaja“-Straße hieß damals „Kyrilovskaja“- Straße (Kyril – Eigenname). Doch ist bekanntlich, dass „Konstantinovskaja“-Straße heute Frunze-Straße ist (?) Das stimmt, aber früher hieß sie „Ploskaja/Flache“- Straße. Erst 1869 erhielten alle drei Straßen die mehr passenden Namen. Im entsprechenden Erlass wurde angegeben, dass „Konstantinovskaja“-Straße in  „Mezhigorskaja“ umbenannt wurde „… weil sie weit weg von der Kirche des Zaren Konstantin liegt und führt in bekannte Gegend Mezhigorie“.

 So wie die benachbarten Straßen Konstantinovskaja und Woloschskaja, überquerte auch die Mezhigorskaja-Straße in der Vergangenheit das Territorium von zwei Polizeistadtteilen – Podol und Ploskaja. Die Grenze zwischen diesen war die Linie, welche den Oberen Wall und den Unteren Wall trennte.  

Ein Territoriumsteil bis zum Oberen Wall war schon in der ersten Hälfte des XIX. Jahrhunderts mit kleineren Steinbauten bebaut. Seit jener Zeit ist an der Ecke der Choriva-Straße ein recht nettes zweistöckiges Haus-Nr. 7/16 im klassizistischen Stil erhalten).

 

Aus der Geschichte der Mezhigorskaja-Straße Aus der Geschichte der Mezhigorskaja-Straße

Haus an der Kreuzung der Straßen Mezhigorskaja, 7 und Choriva. Bild aus dem Jahr 1910.

Haus an der Kreuzung der Straßen Mezhigorskaja, 7 und Choriva,  heutiges Aussehen

 Mehr älter ist eigentlich das berühmte „Kontrakthaus“ (Haus für Verträge), das teilweise auf dem gleichnamigen Kontraktplatz und auf der Mezhigorskaja-Straße, 1 liegt. Dieses historische Gebäude verdient doch eine separate Erzählung.

Die klassischen Kanons sollten die Bauherren bis zu Reformzeiten des Imperatoren Alexander II beibehalten. In 1860-er und sogar 1870-er Jahren wurden nicht große Ziegelhäuser gebaut, die als Muster des späten Klassizismus betrachtet werden können. Diesen war eigentlich die „Ergebenheit“ den antiken Bauelementen weniger eigen.

Aus der Geschichte der Mezhigorskaja-Straße Aus der Geschichte der Mezhigorskaja-Straße Aus der Geschichte der Mezhigorskaja-Straße
Haus auf der Mezhigorskaja-Str.,21 Haus auf der Mezhigorskaja-Str.,22

Faun auf dem Portal  des Hauses auf der Mezhigorskaja-Str., 10

Etwa näher zum Ende des XIX. Jahrhunderts machte allmählich die „niedrige“ Bebauung der Straße für die massiven 3-4-Etagemietshäuser den Platz frei. Die Neubauten  erhalten eine modische Ausgestaltung  im Geiste „Kiewer Renaissance“ mit dem „spitzfindigen“ Mauerwerk  und dem Überfluss von Formteilen. Vom Hausportal des Kaufmannes Eugenie Saltanov aus (Mezhigorskaja-Str., 10, Baujahr 1887) kuckt auf uns der eigenartige Faun mit Hörnern – verbreitete Gestalt der damaligen Zuneigung für Mythologie  und Skulpturkuriositäten.

Unter Autoren der Projekte von Neubauten auf der Mezhigorskaja-Straße sind die Namen der bekannten Kiewer Architekten zu treffen. So, z.B. der Architekt und Mitglied des Stadtamtes Nikolai Kazansky baute das Eckhaus für die Kauffrau  Lesja Rivlina an der Kreuzung der Mezhigorskaja-Str., 26 und Jaroslavskaja-Straße (ursprünglich hatte es 3 Etage, mit der Zeit sind noch 2 Stockwerke aufgesetzt worden) sowie das 4-Etage-Mietshaus von Herz Kutik auf  Mezhigorskaja-Str., 17.

Aus der Geschichte der Mezhigorskaja-Straße

Haus-Nr.: 26 an der Kreuzung der Straßen Mezhigorskaja und Jaroslavskajy

 Ein anderer bekannte Projektant Karl Schiemann nicht nur baute auf dieser Straße, sondern auch wohnte im Haus-Nr.: 5.

Die neue Bauwelle führte leider nicht nur zur Modernisierung des Aussehens der Straße, sondern auch zu unwiederbringlichen Verlusten. So, z.B. informierte die Presse 1902 über den Abriss des einmaligen Hauses auf der Ecke Mezhigorskaja, 9 und Choriva-Straßen. Dieses Gebäude war beinahe eines der ältesten Wohnhäuser in Podol, das aus dem XVII. Jahrhundert stammte. Seit jeher nannte die Kiewer dieses als „Haus von Artemicha“ nach dem Namen einer reichen Kiewerin, welche dieses Haus schon in 1770-er in Besitz hatte. Es ging das Gerede, dass sich  Frau Artemicha  durch übermäßige Knauserigkeit auszeichnete und ihre Hausangehörigen bedrängte, und als sie nach dem Schicksalswillen pleite ging, leistete ihr niemand jegliche Hilfe…

Doch für die Besitzer (Familie Gorelowy) dieses Hauses am Anfang des vorigen Jahrhunderts stellte diese bauliche Rarität  kein Interesse dar. Da dieses Haus ihr Privateigentum war, konnten sie damit, nach damaligen Gesetzen alles, was sie wollen machen. So verschwand das „Haus von Artemicha“. An dessen Stelle wuchs ein großes, mit dem Mauerwerk im „russischen“ Stil verziertes Mietshaus, das auch mit einem Ecktürmchen gekrönt war (nicht erhalten).   

Aus der Geschichte der Mezhigorskaja-Straße Aus der Geschichte der Mezhigorskaja-Straße
„Haus von Artemicha“. Zeichnung anfangs  XIX.Jh. Neues Mietshaus Hauses auf der Ecke Mezhigorskaja, 9 und Choriva-Straßen. Foto anfangs  XX.Jh.

 Unter den Besitzern und Mietern der Häuser auf der Mezhigorskaja- Strasse gab es viel Vertreter der jüdischen Gemeinde. Die jüdische Bevölkerung ließen sich gern in der sog. Unterstadt Podol, die sich als Handels-und Handwerkszentrum Kiews kennzeichnete.

Aus der Geschichte der Mezhigorskaja-Straße

Haus auf Mezhigorskaja-Str., 3,  Ecke der Spasskaja-Str.

In der Nähe des Kontraktplatzes steht auf der Mezhigorskaja-Str., 3 (Ecke der Spasskaja-Str.) ein massives ehemaliges Mietshaus, das den Vertretern der bekannten in Kiew Familie Balabuch gehörte; ursprünglich war es zweistöckig, dann wurde zweimal aufgestockt und hat heute vier Etagen. Eine der Wohnungen im zweiten Stock wurde über hundert Jahre als jüdische Gebetstätte benutzt. Deren Veranstaltern wurden bestimmte Vorzugsrechte eingeräumt, denn es um ein Gebethaus für jüdische Gemeinde ging, deren Mitglieder im Russisch-Japanischen Krieg teilgenommen hatten.

 

Mit diesem Haus ist noch eine interessante Geschichte verbunden. In 1890-er wohnte hier und beschäftigte sich mit dem Schuhhandwerk der gewisse Jude Chaim (Jefim) Friedland. Als Handwerker hatte er Wohnrecht in Kiew. In seiner Werkstatt wurden die Oberleder für weitere Anfertigung von Schuhen zugeschnitten. Er verstand sich auf seinem Geschäft und erfüllte die Aufträge geschickt. Doch die neidischen Konkurrenten hatten der Polizei angezeigt, dass der  Schuhmacher  sein Handwerk nicht selbständig treibe, sondern die Lohnarbeit benutze. Der Polizeimeister hätte Friedland im Jahre 1897 aus Kiew beinahe ausgewiesen. Der zweite hatte an die Gouvernementsverwaltung  eine Klage eingereicht. Er behauptete, dass sein Gesundheitszustand leistet nicht selbstständig die Werkstücke anzufertigen und außerdem verpflichtet selbst die Gesetzgebung nicht, den Besitzer einer Werkstätte allein zu arbeiten. Wichtig ist nur, damit die Werkstätte deren offiziellen Zweckbestimmung entsprach. Er hatte absolutes Recht und die Order des Polizeimeisters wurde storniert. Chaim Friedland wohnte noch eine Zeit auf der Mezhigorskaja-Straße. Seine Frau hatte ihm zwei Söhne zur Welt gebracht – Michail (1898) und Boris (1900). Später hatte doch diese Familie unsere Stadt verlassen und siedelte sich in Belostok an, wo die die Kinder groß geworden sind und die Ausbildung kriegten. Die beiden wurden dann die Berühmtheiten: der ältere -  Journalist Michail Kolzow, der jüngere – Maler- Karikaturist Boris Efimow, der unlängst im Alter von 108 Jahren verstorben ist.  

Aus der Geschichte der Mezhigorskaja-Straße

Haus auf Mezhigorskaja-Str., 20, Ecke des Unteren Walls

 Einer der größten Mietsbaukomplexe, der von Kiewer Juden benutzt wurde, liegt unmittelbar an der Kreuzung der Mezhigorskaja-Str.,20 und des Unteren Walles. Er ist Anfang des XX. Jahrhunderts von Architekten Hippolyte Nikolajev und Ivan Hanf gebaut worden.  Seit 1908 waren die Besitzer von diesem Gehöft die Kaufleute-Juden Avigdor Schwarz und Benjamin Bokschitzky, welche das Monopol auf den Absatz des koscheren Fleisches in Kiew behielten.  Auf ihre Kosten wurde im tiefen Hof dieses Komplexes die jüdische Gebetstätte errichtet.  

Mehr frühere Beziehungen mit jüdischer  Gemeinde hat das zweistockiges Gebäude auf Mezhigorskaja-Str.,23, Ecke der Jaroslavskaja-Straße. Es wurde 1864 im spätklassizistischen Stil für damaligen Besitzer des Gehöftes, Professors des Priesterseminars Andrei Kotljarov gebaut.  Schon 1866 wurde dieses Haus für jüdische Gebetstätte vermietet. Sie blieb dort lange Zeit, man kann sagen, dass es das älteste in Kiew erhaltene Gebäude ist, wo lange Zeit hindurch die jüdischen religiösen Riten erfolgten. Bekanntlich ist, dass bis zu 1920-er war im Eckhaus die Gebetstätte der jüdischen Gemeinde der „Soldaten-Handwerker“ untergebracht. Doch im Jahre 1924 wurden diese Räumlichkeiten durch die Behörden für Wohnstätte beschlagnahmt. Heute befinden sich hier verschiedene  Anstalten.

Nicht alle wissen, dass in den Vorkriegsjahren trug Mezhigorskaja-Str. eine Zeitlang den Namen des bekannten jüdischen Schriftstellers Icchok Leybusch Perets (in der Zeit trugen auch die benachbarten Straßen die Namen von Klassikern der jüdischen Literatur: heutige Konstantinovskaja-Str. wurde zu Ehren des Schriftstellers Scholom Alejchem, Jaroslavskaja-Str. zu Ehren Mendel Moyher-Sforim genannt). Letztendlich wurde doch der Straße ihren historischen Namen zurückgegeben.

Einige Jahrzehnte zuvor konnte man auf der Mezhigorskaja-Str. neben den soliden Mietshäusern einen älteren kleinbürgerlichen Aufbau sehen; jetzt ist dieser verschwunden.

 

Aus der Geschichte der Mezhigorskaja-Straße Aus der Geschichte der Mezhigorskaja-Straße Aus der Geschichte der Mezhigorskaja-Straße
Mezhigorskaja-Str. in 1910-er:  verschwundener Aufbau Zweistockiges Haus auf Mezhigorskaja-Str.  15, an der Kreuzung mit der Unteren Walle  (Foto 1970-er., abgerissen) Haus auf Mezhigorskaja-Str. 39, Ecke der Wvedenskaja-Str.

 Eines der ältesten heil gebliebenen Häuser auf dieser Straße unter Nr. 39 liegt an der Ecke der Wvedenskaja-Str. Das ist ein zweistöckiges Gebäude mit dem Keller, ist mit schlichten, doch ausdrucksvollen Stuckdetails ausgestattet. Es gehörte dem Unteroffizier a.D. Pjotr Titir, der ein hier liegendes, unansehnliches Häuschen im Jahre 1900 wesentlich umgebaut hatte.  

1970-80-er entstanden am Ende der Straße die Bauwerke im modernen Baustil, wie z.B. das Gebäude des ehemaligen Feuerwehrdienstvorstandes (heute hat hier seinen Sitz der Vorstand des Ministeriums für Katastrophensituationen des Kiewer Gebietes, an dessen Fassade Gedenktafel mit der Büste des Helden der Sowjetunion Leonid Teljatnikow angebracht worden ist. Er war einer der Teilnehmer der Unfallfolgenbeseitigung der Tschernobiler Katastrophe und arbeitete in diesem Haus).

Doch in der letzten Zeit berücksichtigen die Bauherren das unter dem Denkmalschutz stehende Milieu dieses Teils der Unterstadt Podol und hier entstehen Neubauten im „nostalgischen“ Stil.

Ende 90-er wurde auf der Mezhigorskaja-Str. 11 ein Office-Baukomplex errichtet, der recht gut die Stilistik vom ukrainischen Barock wiedergibt. Hier befindet sich eine Filiale des Finanzministeriums.  

Aus der Geschichte der Mezhigorskaja-Straße

Gedenktafel  für Leonid Teljatnikow

 

 

 

 

 

 

 

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Neues Haus auf Mezhigorskaja-Str. 12, Ecke der Choriv-Str. Rekonstruiertes Gebäude des Finansministeriums auf Mezhigorskaja-Str. 9

Mezhigorskaja-Str bleibt bis heute ein untrennbarer Teil der alten Unterstadt Podol. In deren „Biographie“ tauchen ab und zu die neuen, interessanten Seiten auf.

 



21.05.2012  «Schlichtes Häuschen“ des Zucker-Managers

 Alexander  MIKHAILIK, Journalist

Im Jahre 1912 ließ Herr Michail Schestakov - der Geschäftsführer der Zuckerfabriken des Zuckermagnaten Fjodor Tereschtschenko – für sich eine Stadtvilla bauen, in der einst Josip Broz Tito (Staatspräsident Jugoslawiens 1953-80) empfangen worden war und der letzte Sekretär der kommunistischen Partei der Ukraine Vladimir Schtscherbitsky arbeitete. 

 


11.05.2012  Natalija Pukshyn: „Wir schenken die positiven Emotionen!“

 Natalija  – kreative Direktorin von „Prime Excursion Bureau“ – elegante,  freudige und sehr angenehme in Umgang und  Geschäftsverkehr Dame. Sie leitet nicht nur virtuos die Travel Company,  sondern liebt aufrichtig das Geschäft,  dem sie sich vollkommen hingibt.

 


17.04.2012  Im Ring des Ruhmes. Über die Brüder Klitschko

 Nikolai KULAKOV, Journalist

Extra für „Prime Excursion Bureau“

Ohne sie – das einmalige Phänomen des Weltsportes, würde sich Ukraine nach wie vor mit Tschernobyl assoziiert und als ein  merkwürdiger Raum, „Terra incognita“ der Weltgeographie  bleiben. Die Brüder Klitschko  haben im wahrsten Sinne des Wortes für die Ukraine einen Platz im Rating des Weltruhmes „herausgeschlagen“. Jetzt ist Ukraine als die Heimat  der Großen Sportler weltweit bekannt.

 


19.03.2012  Gründung des Apothekenwesens in Kiew

   Eugen SKIBIN, Guide-Dolmetscher, extra für „Prime Excursion Bureau“    

Im Altertum wurden die Heilmittel unmittelbar von denen hergestellt, wer sich mit der Gesundheit der Kranken beschäftigte: Kurpfuscher, Schamanen, Zauberer, волхвами Wahrsagerinnen etc. Erst mit der Zeit erfolgte die Abtrennung und die Apotheken erwarben die Selbständigkeit. Die Erfahrung in der Behandlung der Kranken, die Angaben über die speziellen Kräuter, Heilmittel der Naturherkunft wurden schon seit den Urzeiten der Kiewer Rus von einer Generation zu anderer weitergeleitet bzw. vererbt. Im Altertum verkauften die „Wunderdoktoren“ auf den Marktplätzen die Heilkräuter, Tinkturen, Amuletten, leisteten die medizinische Hilfe, allerlei Empfehlungen und… die Zukunft voraussagten. 

 

 


08.02.2012  Christi- Geburt -Kirche in der Unterstadt Podol

 Michail KALNIZKY, Historiker, Forscher des Kiewer Altertums.

Extra für «Prime Excursion Bureau».

In der Geschichte Kiews sind wenige Christi-Geburt-Kirchen bekannt. Die bekannteste darunter befindet sich auf dem Postplatz („Potschtovaja“-Ploschtschad) der Unterstadt Podol. Erst vor einigen Jahren wurde diese Kirche aus dem „Nichtsein“ zurückgeholt, in dem sie  viele  Jahrzehnte verblieb.  

 


12.01.2012  „Schwarze Perle“ von Lvov

Sophia Kiewskaja, Journalistin
Extra für „Prime Excursion Bureau“

Die am Ausgang der Renaissance-Epoche errichtete prächtige Kapelle auf einem der Zentralplätze Lvovs - ist eine Art Hymne  für Kunst der Bildhauer, Maler, Steinschnitzer, die ein echtes Meisterwerk geschaffen hatten. Schon über 400 Jahre schmückt die Hauptstadt der West-Ukraine die Boims Kapelle der namhaften ungarischen Dynastie, deren Vertreter nicht nur in der Geschichte der Stadt, sondern auch in der Weltgeschichte berühmt wurden.


21.12.2011  Mystische Orte Kiews

Michail KALNIZKY, Historiker.
Extra für «Prime Excursion Bureau».

Es existiert einen Volksglaube, dass auf dem Kahlen Berg in Kiew die Hexen aus der ganzen Welt zusammenkämen, um gemeinsam mit Vampiren den „Sabbat“ zu feiern und  auf sog. “Metschiki” (Holzmesser, mit welchen Hanffasern vom Stängel losgelöst werden) „per Luft“ zu reiten ; hier sollten die neuen Hexen ihre alten „Kolleginnen“ kennen lernen, welche den ersten allerlei Hexereien beibringen.


14.12.2011  Hier wandern die Erinnerungen an verflossene Jahre

Helena SMOVZHENKO, Stadtführerin.
Extra für «Prime Excursion Bureau».

Sobald  Sie von der Hektik und Lärm der Stadt müde werden, von Betrachtung des unendlichen Verkehrsstroms   und Einatmung der Luft von modernsten Errungenschaften der Zivilisation satt haben sowie Ihnen einfach Ruhe und etwas ungewöhnliches,  romantisches fehlen würden, kommen Sie dann hier bestimmt zurecht… Hier, wo die  verwickelten Alleen im englischen Landschaftsstil eine Menge von Geheimnissen der Vergangenheit in sich geheim halten und die Bäume fähig sind die unausstehlichste Hitze zu ertragen, wo die Zeit ihren Lauf  verlangsamt  und macht sich auch auf einem Bänkchen bequem -  hier im Mariinsky Park!


04.12.2011  Goldenes Zeitalter der ukrainischen Fotografie

Alexander TRATSCHUN, Historiker der inländischen und ausländischen Fotografie
Extra für «Prime  Excursion Bureau»

Der nicht gleichgültige Blick auf die Entwicklung bzw. Evolution der ukrainischen Fotografie (1839-2008) zeigt, dass deren goldenes Zeitalter auf den Zeitraum 1887-1915 fällt. Fotografie kam in die Ukraine im Sommer 1839 (Lvov/Lemberg, J. Gloyzner). In Kiew und Odessa kamen die ersten  Fotographen in der ersten Hälfte 1840-er, in Kharkow -1851 zum Vorschein. Außer den üblichen Aufnahmen, wie Porträts, Gruppenbilder, Landschaftsbilder etc., trieb die Keime auch Dokumentar- und Wissenschaftsfotographie. 


21.11.2011  Über den Steilhängen schwebende

Michail GAVRILENKO, Journalist.
Extra für «Prime Excursion Bureau»

Andreas-Kirche schwebt über den Kiewer Steilhängen wie ein zierliches Porzellanspielzeug. Wie viel Wundervolles, Leichtsinniges, Lebensfröhliches des XVIII. Jahrhunderts verkörpert und beinhaltet sie, offenbart die Epoche der fröhlichen „Zarin Elizabeth“, der unaufdringlichen Pracht  des Meisterwerkes von Rastrelli! Wie verstand denn der Große architektonische „Zauberer“ dem Barock beinahe  Musiktönen entlocken zu können! Es scheint, als ob die Andreas-Kirche eine hohe harmonische Note in der Sonate von Kiewer Tempeln sänge.  


05.10.2011  Wiege der ukrainischen Ausbildung

Viktoria NAIDA, Journalistin
Extra fürPrime Excursion Bureau

Als in jüngster Vergangenheit der 500-UAH-Geldschein im Umlauf zum Vorschein kam, erwiesen sich auf dessen beiden Seiten die Darstellung des Akademiegebäudes, das  sich auf dem Kontraktplatz der Unterstadt Podol befindet und das Porträt des hervorragenden ukrainischen Philosophen, eines der berühmtesten Absolventen der Akademie – Grigory Skovoroda. Diese Thematik ist der ältesten Lehranstalt der Ukraine – Kiewer Mogyla-Akademie gewidmet.  Hier entstand, hielt stand und entwickelte sich die ukrainische Bildung.


30.09.2011  Der Riese aus Zhitomir-Gebiet: der höchste Mensch des Planeten lebt in der Ukraine

Inessa BlUM, Journalistin
Extra für „Prime Excursion Bureau“

Gigantische Größe ist eine schwere Last für deren Besitzer. Wie auch jede Naturanomalie, fesseln die „mega“- hohen Menschen auf sich die Aufmerksamkeit, manchmal  auch eine ungesunde. Häufig verzichten solche Leute auf unnötigen „Ruhm“ und hektisches „Gedränge“ um ihre Person und möchten ein „normales“ Leben führen. So eine Art Mensch ist Leonid Stadnik – der höchste Mann des Planeten, der über 257 cm hoch ist.  


09.09.2011  Kitajevo: Legenden und Wahrheit von „Kiewer Athos“

Andrei  KLINSKY, Journalist
Extra fürPrime Excursion Bureau

Wie würden Sie darauf reagieren, wenn es sich plötzlich herausstellt, dass ein Mönch-Eremit, an welchen Sie sich mehrmals für einen Rat bzw. mit einem Bekenntnis wandten, sich als eine Frau erwies…? Das bringt Sie freilich wenigstens zum Staunen. Und wenn Sie erfahren, dass es auf dem Kiewer Boden außer dem berühmten Kiewer Höhlenkloster Lawra noch die unterirdischen Höhlen gibt, wo einst die Mönchen ihre Zuflucht fanden? All diese Fragen sind mit einer der herrlichen und malerischen Ortschaften im Süden Kiews –Kitajevo-Einsiedelei verbunden, wo sich das St. Dreifaltigkeitskloster befindet, in dem das Pfingsten für das größte kirchliche Fest gilt.    


10.08.2011  „Das fünfte Element“ für „Million Dollars“: bezaubernde Kiewerin Milla Jovovich

Inessa Blum, Journalistin
Extra für „Prime Excursion Bureau“

Ihr voller Name wird in verschiedenen Quellen unterschiedlich geschrieben. Genauer zu sagen – nicht der Name, sondern die Namen. Milica Bogdanowna  (mehr korrekter - Borgievna) nach russischer und ukrainischer Tradition; Milica Natascha in Tradition von Montenegro – nach ihrem Vater, liebliches Mädchen und Hollywooder „Retterin der Menschheit“ Milla – all dies ist unsere Landfrau, Kiewerin namentlich Jovovich.


31.07.2011  Operettentheater

Michail Kalnizky  - Historiker, Forscher des Kiewer Altertums.
Extra für „Prime Excursion Bureau“ . 

In dieser Saison begeht das Kiewer akademische Operettentheater  seinen 75-Jahrestag. Dieses markante Datum ist damit verbunden, dass 1934 im Gebäude auf der Krasnoarmeiskaja-Str., 53   eine stationäre Mitgliedschaft des Kiewer staatlichen Theaters für Musikkomödie herausgebildet wurde, das unmittelbarer Vorgänger des heutigen Operettentheaters war. Ein Jahr später fanden schon seine Aufführungen   statt.


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