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Das Kadett-Wäldchen in der Nähe der Karawajewer Datschen am Anfang des 20. Jahrhunderts,Kiew
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Das Kadett-Wäldchen in der Nähe der Karawajewer Datschen am Anfang des 20. Jahrhunderts,Kiew
Mittwoch, 23 Mai 2012

Liebe Gäste, wir würden  Sie gerne mit unserem lieben Kiew im neuen 2012 Jahr vertraut machen!      

Artikel > Führung über die ursprünglichen finanziellen Bollwerke Kiews

 Michail Kalnizky,

 Bilder vom Autor bzw. aus seiner Sammlung.
Extra für „Prime Excursion Bureau".

Seitdem, als in Kiew ein vollwertiger Wirtschaftsorganismus herausgebildet war, funktioniert auch sein „Herz“ – das Banksystem. Es pumpt beständig durch das „Blutgefäßsystem“ des Geschäfts- und öffentlichen Lebens die finanziellen Ströme.
Zurzeit funktionieren in der Hauptstadt der Ukraine ein großes Netz von verschiedenen Banken und wenige Kiewer könnten all diese ganz korrekt aufzählen.
Obwohl etwa hundertfünfzig Jahre zuvor ließen sich die sog. Bankkontore in der Stadt leicht auf den Fingern abzählen. Mit der Entwicklung des Kapitalismus erweiterte sich das Kreditbusiness und eroberte weiterhin die neuen Positionen. Seit jener Zeit sind einige imposante Gebäude damaliger Banken erhalten geblieben; einige davon behalten noch ihre ursprüngliche Bestimmung.  
Wie entstand das Bankwesen in Kiew? Erstmals war das Wort bzw. der Begriff „Bank“ in der zweiten Hälfte des XVIII. Jhs in unserer Stadt zu hören. Es hatte freilich mit den vorhandenen Kreditanstalten nichts zu tun.
Die Angelegenheit erklärte sich dadurch, dass die Imperatorin Katharina II die erste Erfahrung der Einführung von Geldscheinen (Assignationen) im Russischen Imperium vorgenommen hatte. Grundsätzlich war es eine nützliche Innovation. Denn der Transport von bedeutenden Geldmengen (überschwere Haufen von Kupferlingen) unter den Bedingungen der berüchtigten russischen „Unwegsamkeit“ schaffte häufig große Probleme.
Und da sind in mehreren Städten sowie in Kiew die sog. „Bankassignationskontoren“ gestiftet worden. Diese befassten sich mit dem Austausch von „umsatzleichten“ Geldscheinen gegen „klingende Münze“ und umgekehrt. 

Führung  über die ursprünglichen finanziellen Bollwerke Kiews

Bild 1. ehemaliges Gebäude der ersten Bank in Kiew  (Zeichnung Anfang des  XIX. Jhs.)


Das Gebäude des Kiewer Kontors befand sich in der Unterstadt Podol auf dem heutigen Kontraktplatz, wo  damals der Business-Puls schlug. Die „Assignations-bank“ besaß  einen zweistöckigen robusten Bau im frühklassizistischen Stil.

Er ist nicht erhalten geblieben, weil Anfang des XX. Jhs auf dessen Stelle die neuen Renditenhäuser (Häuser zu vermieten) entstanden.  Diese erste Bank in der Stadt existierte nicht lange, nur sieben Jahre (1781-1788). Ihr Geschick wurde durch kurzsichtige Politik der Regierung von „Mütterchen Katherina“ entschieden, indem sich diese auf die Verführung einließ die ökonomischen Probleme durch den missbrauchenden Einsatz der „Gelddruckmaschine“ zu lösen.

Es ist unbegründet ein Überfluß an Assignationen (Geldscheine) gedruckt worden. Deren Kurs zum „Metallgeld“- Gegenwert fiel unaufhaltbar runter.  Um von wertlos werdenden Geldscheinen los zu werden, eilten die Besitzer von zahlreichen Assignationen in die „Assignationskontoren“, welche die Behörden hastig schlossen…  

Was einen traditionellen Bankkredit betrifft, so war dieses in unserer Region einstweilig in den Händen der privaten Finanziers konzentriert. Über die Stadt Berditschev war  hier ein gewisser Einfluss der polnischen Banken ausgeübt worden.
Schon seit 1839 wirkte in Kiew, dem der Imperator
 Nikolai I eine bedeutende Rolle in seinen geopolitischen Aussichten erteilt hatte, das Kontor der staatlichen Kommerzbank. Als vordringlichstes Ziel deklarierte diese Anstalt „ die mehr wirksamen Verfahren für die Kaufmannschaft zu gewähren, welche die Erleichterung und Erweiterung von Handelsumsätzen fördern könnten“.
Zuerst waren die Räume für das Kontor in einem Privathaus (heute Gruschevsky-Str.,8) in Miete  genommen worden, mit der Zeit aber erwarb die Bank eigenen Bau auf der Institutskaja-Str. im klassizistischen Stil (früher Sitz der Adelskommission).

Führung  über die ursprünglichen finanziellen Bollwerke Kiews

Bild 2. altes Bankgebäude auf der Institutskaja-Str. Bild Ende des XIX Jhs.

   Der nächste Monarch Alexander II hatte eine Reihe von historischen Reformen durchgeführt, unter denen die wichtigste war – Abschaffen der Leibeigenschaft. Einer erheblichen Reorganisation war das einheimische Banksystem unterzogen worden. 1860 wurde die zentrale Finanzbehörde des russischen Imperiums – die Staatsbank gegründet.   

Als 1897 in Russland der Goldumlauf eingeführt worden war, ist die Staatsbank zur Emissionsbank geworden; diese konzentrierte die Goldbestände, setzte in Umlauf die Kreditkarten und die goldenen Münzen.   

 

Führung  über die ursprünglichen finanziellen Bollwerke Kiews

Bild 3. Kiewer Kontor der Staatsbank auf der Institutskaja-Str.,9. Bild Anfang ХХ.Jhs.


An der Wende des XIX zum XX. Jh. bedingte der heftige Wuchs vom Business die unvermeidliche Modernisierung der Bankanstalten und deren Gebäude. Es hatte sich der höchste Bedarf an die Errichtung einer neuen Finanzzitadelle in Kiew herausgebildet.
Das entsprechende Projekt sollte alle professionellen Anforderungen berücksichtigen inkl.  geräumigen Operationssaal, bequeme Kabinette, sichere Kammer etc.  
Es wurde ein architektonisches Wettbewerb veranstaltet, zu dessen Sieger der Bürgeringenieur Herr Alexander Kobelev wurde. Unter seiner Leitung erfolgte 1902-1905 der Bau eines der schönsten Bauwerke unserer Stadt.

Für die Gestaltung der Fassade wurde zusätzlich noch  ein talentvoller Baumeister Herr Alexander Verbizky herangezogen. So entstand das Meisterwerk der Architektur auf der heutigen Institutskaja-Str.,9.

 Von außen war die Fassade als Palazzo der Renaissance-Epoche stilisiert. Für die Verzierung der Ziegelmauer hatte man außer Putz die Labradorfelssäule sowie für damalige Zeit seltenen Stahlbeton eingesetzt. Aus diesem hatte der Bildhauer Elio Salja (Teilnehmer an besten Projekten von Vladislav Gorodezky) an den Ecken des Hauses die bösen Gestalten der geflügelten Greifen gemeißelt.

Ein Zeitgenosse schrieb: «Dank Einhaltung der Stilkonsequenz, Solidität und Eleganz der Verzierung,  Korrektheit der architektonischen Linien und der strengen Symmetrie wirkt das Bauwerk als monumentale Anlage, welche die Mächtigkeit, Majestät und die Ruhe ausströmt und  vollkommen dem Charakter der Anstalt entspricht, für welche es errichtet wurde».

Es lohnt sich einige nicht bemerkenswerten, aber interessanten Details an der Fassade eingehend zu betrachten. So, z.B. in zwei symmetrischen Risaliten des Gebäudes gibt es die aufeinander folgenden wappenartigen Reliefdarstellungen. Einige darunter sind tatsächlich die Wappen (von Kiewer, Podoler und Voliner Gouvernements). Doch hier sind 4 Pseudowappen eingereiht, welche verschiedene Tätigkeitsbereiche bedeuten, die den Bankkredit benötigen. Merkurstab (Caduceus) symbolisiert  den Handel, Zahnrad und die Symbole von Ingenieurwesen (Zirkel und Reißschiene) symbolisieren die Industrie, Dreschflegel und Ährebündel symbolisieren die Landwirtschaft, Anker, Rad und  Flügel symbolisieren  das Verkehrswesen.
  
 

Führung  über die ursprünglichen finanziellen Bollwerke Kiews
Führung  über die ursprünglichen finanziellen Bollwerke Kiews
Bilder 4, 5. Symbole an der Fassade der Nationalbank

Auch die Innenausstattung der Bank beeindruckte den Besucher. An den Wänden des Operationssaales  waren die bemalten Stuckwappen aller 12 Bezirke Kiewer Gouvernements angeordnet; im Zentrum der verglasten Decke war die vortreffliche Gestalt von Archistratigus Michael dargestellt, der als Patron  Kiews gilt. Angenehm rieselte das Wasser in der Fontäne aus dem Weißmarmor. In sämtlichen Räumen verbreitete sich deutlich der Wohlgeruch von blühenden Rosen (frische Luft strömte durch die Lüftung aus Rosarium im Hof des Bankgeländes ein)! 

Führung  über die ursprünglichen finanziellen Bollwerke Kiews

Führung  über die ursprünglichen finanziellen Bollwerke Kiews
 
Bild 6. Feierliche Eröffnung des Gebäudes der Staatsbank.
Bild 1905.

Bild 7. Nationalbank der Ukraine

Schon in der Sowjetzeit, als Kiew die Hauptstadt der Ukrainischen SSR war, wurde die Frage über die Erweiterung von Räumlichkeiten der Staatsbank erörtert. Es ist angenehm darauf hinzuweisen, dass die Rekonstruktion des Bankgebäudes ohne jeglichen Verlust in Bezug auf dessen Schönheit erfolgte.  Dem Architekten Valerian Rikov in Zusammenarbeit mit dem Autor des ursprünglichen Projektes Alexander Kobelev hat es gelungen zu erreichen, dass zwei Stockwerke höher gewordenes Bauwerk seinen ursprünglichen Baustil   aufbewahrte und noch repräsentativer und monumentaler wurde.

Seit jener Zeit kann man an der Fassade der Nationalbank die Baujahre „1902-1905“ sehen, welche durch das Datum „1934“ deren Rekonstruktion ergänzt worden ist.  
Bis heute bleibt das Aussehen der Bank (heute schon Nationalbank der Ukraine) wie 75 Jahre zuvor erhalten. Einige Elemente der ehemaligen Pracht in ihrem Interieur sind zurückgewonnen worden. Im Deckenbereich des Operationssaales, wo sich eine längere Zeit das sowjetische Wappen befand, wurde das Antlitz  von Archistratigus Michael  wiederhergestellt. Obwohl beim Versuch  der Restauratoren den Effekt des Rosaaromas wiederbeleben zu können, stellte es sich heraus, dass es leider unmöglich war. An der Stelle des  ehemaligen Rosariums steht schon längst eine Garage… 

Führung  über die ursprünglichen finanziellen Bollwerke Kiews

Bild 8. Kiewer Abteilung der  Bäuerlichen Grundbesitzerbank und der Adelsgutsbesitzerbank auf der Vladimirsakaja-Str, 10. Bild 1910-er.


Zum Ende des XIX. Jhs war die Staatsbank im reformierten Finanzsystem bei weitem nicht  das einzige Kreditinstrument. In Rücksicht darauf, dass der größte Teil des Vermögens von Privatleuten  die Grundstücke und Ländereien waren, stiftete die Regierung  die Bäuerliche Grundbesitzerbank.

Parallel zu dieser Bank wirkte noch die Staatliche Adelsgutsbesitzerbank, die den mit Schulden belastenden Großgrundbesitzern entsprechende Beistände leistete.    

Mit der Zeit vereinigten sich die Leitungen beider Banken.  Diese beiden Strukturen verwandelten sich  in eine Art kommunizierende Gefäße, die mit Geld und Boden anfüllt waren.  Mit der Hilfe dieser Banken kontrollierte die Regierung die Preise  für  das Landwirtschaftsimmobilien und Ländereien und ließ diese nicht rasch steigen und fallen.
Ende 1900-er und Anfang 1910-er Jahren  in der Zeitperiode der Stolipyn- Agrarreform leistete der von beiden Banken akkumulierte Bodenfonds die Einzelgehöfte  in günstigen Formen zu gestalten, fördernd dabei die einzelnen Bauern aus den Gemeinden auszutreten. Hunderten tausenden von Grundstücken  wurden den einzelnen Bauern verkauft, die imstande waren die  haltbaren Privatwirtschaften zu schaffen. Eine der einflussreichen Abteilungen der Bäuerlichen Grundbesitzer- und der Adelsgutsbesitzerbanken befand sich  in Kiew, weil Kiewer Gouvernement als eine der führenden landwirtschaftlichen Regionen des Imperiums galt. 1910–11 ist für diese ein neues Gebäude nach dem Projekt des schon erwähnten Architekten Alexander Kobelev auf der Vladimirskaja-Str., 10 gebaut worden.  

Bemerkenswert ist, dass der Baumeister Kobelev den Bauplatz direkt an der Stelle ausgesucht hatte, wo während der uralten Zeiten von Kiewer Rus das „Herz“ der Stadt war. Für die Außengestaltung des Dreietagebauwerkes sind allerlei byzantinischen und slawischen Dekormotive eingesetzt worden;  an der Balkonumzäunung  kann man bisher die Reliefprofile von antiken Recken mit Helmen und Schilden sehen.
Nach dem Oktober-Putsch 1917 ist in diesem Gebäude der Zentraltelegraf untergebracht worden und 1953 erhielt es zusätzlich viertes Stockwerk, das architektonisch ins Außenbild des Bauwerkes perfekt eingebunden ist.
Im Finanzleben der Kapitalismusepoche besaß auch der Privatkredit einen wesentlichen Platz. Ein großes Netz  von großen Banken mit dem Aktienkapital entfaltete seine Tätigkeit im Russischen Imperium. In der Regel, konzentrierten ihre Zentralverwaltungen in Sankt- Petersburg und Moskau. Deren einheimischen Kontore in Kiew befanden sich vorwiegend auf der Hauptstraße Kreschtschatik. Die Privatbanken hatten grundsätzlich gleiche Operationen wie Staatsbank ausgeführt, unterschieden sich doch  durch die recht höhere  Bewegtheit und einigermaßen günstigere Einlagezinsen (Differenz lag bei 0,5-1%, doch war für die Kundschaft ziemlich anziehend). Abgesehen davon, unterlagen die privaten Bankanstalten bestimmten Risiken.  

Bis heute sind die repräsentativen Gebäuden erhalten geblieben, die aus 1910-er stammen, das sind: Kiewer Zweigstelle von Sankt- Petersburger Diskont- und Leihbank  (Kreschtschatik, 8), Wolga-Kamsky Kommerzbank (Kreschtschatik 10), Russische Außenhandelsbank (Kreschtschatik, 32). Alle stellten ganze Baukomplexe dar, die nach gleichem Prinzip aufgebaut waren: die Vorderseite auf der Hauptstraße war für Offices, Kabinetts vorgesehen sowie die Gewinnräume, die vermietet wurden; tiefer waren die Operationssäle mit Glasdecken untergebracht  (die Kellerräume wurden als sichere Lagerräume benutzt); im Rücken befand sich das Wohnseitengebäude, wo die Bankbeamten  wohnten.

Zwei Nebenbauwerke (Kreschtschatik, 8 und 10) sind im „Neo-Ampir“- Stil  errichtet. Sie sind 1914-1916 vom Baumeister Pavel Andrejev gebaut worden, das erste - nach dem Projekt des Akademikers Leonty Benua, das zweite – nach eigenem Projekt.
An der Fassade der Wolga-Kamsky Kommerzbank sind die figurenreichen Basreliefkompositionen erhalten. Deren Zentralgestalten sind die Antikengötter: Gefest  (Vulkan), Poseidon (Neptun) и Hermes (Merkur). Sie symbolisieren entsprechend die Industrie, Schiff-Fahrt  und Handel, d.h. die durch diese Bank finanzierenden Branchen.
Zurzeit wird der Operationssaal auf der Kreschtschatik-Str., 8 durch die Bank „Kreschtschatik“ und auf der Kreschtschatik-Str., 10 durch einen Lombard besitzt.  

Das Gebäude auf der Kreschtschatik-Str., 32 (Baujahre 1911-13, Architekt Fjodor) ist im Baustil der sog. modernisierten Renaissancen gebaut. Die Statuen über seinen Gesimsen symbolisieren den Handel und  und die Seefahrt.
 

Führung  über die ursprünglichen finanziellen Bollwerke Kiews

Bild 9. Bank auf Kreschtschatik-Str. 32

 

Führung  über die ursprünglichen finanziellen Bollwerke Kiews

Bild 10. Abgebranntes Relief Kreschtschatik-Str. 32

Eine bedeutende Rolle im Stadtleben spielten die Banken, welche auf die Kapitalanlage  in die Immobilien orientiert waren. Wenn eine übliche Bankrente jährlich etwa 4-5% ausmachte, so  erzielten die Investitionen in die Gewinnhäuser (Häuser zu vermieten) ca. 10% und mehr reinen Profit, was für damalige Verhältnisse sehr günstig war.  Deshalb war es vorteilhaft die Wohnhäuser mittels langfristiger Hypothek zu bauen. Darauf spezialisierten sich die Kiewer Kreditgesellschaft und Kiewer Bodenbank.
 Die Tätigkeit solcher Banken förderte das Bauwesen in Kiew. Die Bodenbank besaß das ehemalige Börsengebäude auf der Institutskaja-Str., 7, wo heute Klub des Ministerkabinetts der Ukraine untergebracht ist.  
Alle Bauwerke, mit denen uns der vorliegende Artikel vertraut gemacht hat, gelten als hervorragende architektonische Denkmäler. Doch nicht nur diese Tatsache ist bemerkenswert, sie erinnern uns belehrend an die Zeiten des entwickelnden  Kapitalismus, als das ganze Banksystem in unserer Stadt einen perfekt funktionierenden Mechanismus darstellte und die Bedarfe jeglicher Kunden befriedigen konnte.

 Kiew, Juli 2009   



21.05.2012  «Schlichtes Häuschen“ des Zucker-Managers

 Alexander  MIKHAILIK, Journalist

Im Jahre 1912 ließ Herr Michail Schestakov - der Geschäftsführer der Zuckerfabriken des Zuckermagnaten Fjodor Tereschtschenko – für sich eine Stadtvilla bauen, in der einst Josip Broz Tito (Staatspräsident Jugoslawiens 1953-80) empfangen worden war und der letzte Sekretär der kommunistischen Partei der Ukraine Vladimir Schtscherbitsky arbeitete. 

 


11.05.2012  Natalija Pukshyn: „Wir schenken die positiven Emotionen!“

 Natalija  – kreative Direktorin von „Prime Excursion Bureau“ – elegante,  freudige und sehr angenehme in Umgang und  Geschäftsverkehr Dame. Sie leitet nicht nur virtuos die Travel Company,  sondern liebt aufrichtig das Geschäft,  dem sie sich vollkommen hingibt.

 


17.04.2012  Im Ring des Ruhmes. Über die Brüder Klitschko

 Nikolai KULAKOV, Journalist

Extra für „Prime Excursion Bureau“

Ohne sie – das einmalige Phänomen des Weltsportes, würde sich Ukraine nach wie vor mit Tschernobyl assoziiert und als ein  merkwürdiger Raum, „Terra incognita“ der Weltgeographie  bleiben. Die Brüder Klitschko  haben im wahrsten Sinne des Wortes für die Ukraine einen Platz im Rating des Weltruhmes „herausgeschlagen“. Jetzt ist Ukraine als die Heimat  der Großen Sportler weltweit bekannt.

 


19.03.2012  Gründung des Apothekenwesens in Kiew

   Eugen SKIBIN, Guide-Dolmetscher, extra für „Prime Excursion Bureau“    

Im Altertum wurden die Heilmittel unmittelbar von denen hergestellt, wer sich mit der Gesundheit der Kranken beschäftigte: Kurpfuscher, Schamanen, Zauberer, волхвами Wahrsagerinnen etc. Erst mit der Zeit erfolgte die Abtrennung und die Apotheken erwarben die Selbständigkeit. Die Erfahrung in der Behandlung der Kranken, die Angaben über die speziellen Kräuter, Heilmittel der Naturherkunft wurden schon seit den Urzeiten der Kiewer Rus von einer Generation zu anderer weitergeleitet bzw. vererbt. Im Altertum verkauften die „Wunderdoktoren“ auf den Marktplätzen die Heilkräuter, Tinkturen, Amuletten, leisteten die medizinische Hilfe, allerlei Empfehlungen und… die Zukunft voraussagten. 

 

 


08.02.2012  Christi- Geburt -Kirche in der Unterstadt Podol

 Michail KALNIZKY, Historiker, Forscher des Kiewer Altertums.

Extra für «Prime Excursion Bureau».

In der Geschichte Kiews sind wenige Christi-Geburt-Kirchen bekannt. Die bekannteste darunter befindet sich auf dem Postplatz („Potschtovaja“-Ploschtschad) der Unterstadt Podol. Erst vor einigen Jahren wurde diese Kirche aus dem „Nichtsein“ zurückgeholt, in dem sie  viele  Jahrzehnte verblieb.  

 


12.01.2012  „Schwarze Perle“ von Lvov

Sophia Kiewskaja, Journalistin
Extra für „Prime Excursion Bureau“

Die am Ausgang der Renaissance-Epoche errichtete prächtige Kapelle auf einem der Zentralplätze Lvovs - ist eine Art Hymne  für Kunst der Bildhauer, Maler, Steinschnitzer, die ein echtes Meisterwerk geschaffen hatten. Schon über 400 Jahre schmückt die Hauptstadt der West-Ukraine die Boims Kapelle der namhaften ungarischen Dynastie, deren Vertreter nicht nur in der Geschichte der Stadt, sondern auch in der Weltgeschichte berühmt wurden.


21.12.2011  Mystische Orte Kiews

Michail KALNIZKY, Historiker.
Extra für «Prime Excursion Bureau».

Es existiert einen Volksglaube, dass auf dem Kahlen Berg in Kiew die Hexen aus der ganzen Welt zusammenkämen, um gemeinsam mit Vampiren den „Sabbat“ zu feiern und  auf sog. “Metschiki” (Holzmesser, mit welchen Hanffasern vom Stängel losgelöst werden) „per Luft“ zu reiten ; hier sollten die neuen Hexen ihre alten „Kolleginnen“ kennen lernen, welche den ersten allerlei Hexereien beibringen.


14.12.2011  Hier wandern die Erinnerungen an verflossene Jahre

Helena SMOVZHENKO, Stadtführerin.
Extra für «Prime Excursion Bureau».

Sobald  Sie von der Hektik und Lärm der Stadt müde werden, von Betrachtung des unendlichen Verkehrsstroms   und Einatmung der Luft von modernsten Errungenschaften der Zivilisation satt haben sowie Ihnen einfach Ruhe und etwas ungewöhnliches,  romantisches fehlen würden, kommen Sie dann hier bestimmt zurecht… Hier, wo die  verwickelten Alleen im englischen Landschaftsstil eine Menge von Geheimnissen der Vergangenheit in sich geheim halten und die Bäume fähig sind die unausstehlichste Hitze zu ertragen, wo die Zeit ihren Lauf  verlangsamt  und macht sich auch auf einem Bänkchen bequem -  hier im Mariinsky Park!


04.12.2011  Goldenes Zeitalter der ukrainischen Fotografie

Alexander TRATSCHUN, Historiker der inländischen und ausländischen Fotografie
Extra für «Prime  Excursion Bureau»

Der nicht gleichgültige Blick auf die Entwicklung bzw. Evolution der ukrainischen Fotografie (1839-2008) zeigt, dass deren goldenes Zeitalter auf den Zeitraum 1887-1915 fällt. Fotografie kam in die Ukraine im Sommer 1839 (Lvov/Lemberg, J. Gloyzner). In Kiew und Odessa kamen die ersten  Fotographen in der ersten Hälfte 1840-er, in Kharkow -1851 zum Vorschein. Außer den üblichen Aufnahmen, wie Porträts, Gruppenbilder, Landschaftsbilder etc., trieb die Keime auch Dokumentar- und Wissenschaftsfotographie. 


21.11.2011  Über den Steilhängen schwebende

Michail GAVRILENKO, Journalist.
Extra für «Prime Excursion Bureau»

Andreas-Kirche schwebt über den Kiewer Steilhängen wie ein zierliches Porzellanspielzeug. Wie viel Wundervolles, Leichtsinniges, Lebensfröhliches des XVIII. Jahrhunderts verkörpert und beinhaltet sie, offenbart die Epoche der fröhlichen „Zarin Elizabeth“, der unaufdringlichen Pracht  des Meisterwerkes von Rastrelli! Wie verstand denn der Große architektonische „Zauberer“ dem Barock beinahe  Musiktönen entlocken zu können! Es scheint, als ob die Andreas-Kirche eine hohe harmonische Note in der Sonate von Kiewer Tempeln sänge.  


05.10.2011  Wiege der ukrainischen Ausbildung

Viktoria NAIDA, Journalistin
Extra fürPrime Excursion Bureau

Als in jüngster Vergangenheit der 500-UAH-Geldschein im Umlauf zum Vorschein kam, erwiesen sich auf dessen beiden Seiten die Darstellung des Akademiegebäudes, das  sich auf dem Kontraktplatz der Unterstadt Podol befindet und das Porträt des hervorragenden ukrainischen Philosophen, eines der berühmtesten Absolventen der Akademie – Grigory Skovoroda. Diese Thematik ist der ältesten Lehranstalt der Ukraine – Kiewer Mogyla-Akademie gewidmet.  Hier entstand, hielt stand und entwickelte sich die ukrainische Bildung.


30.09.2011  Der Riese aus Zhitomir-Gebiet: der höchste Mensch des Planeten lebt in der Ukraine

Inessa BlUM, Journalistin
Extra für „Prime Excursion Bureau“

Gigantische Größe ist eine schwere Last für deren Besitzer. Wie auch jede Naturanomalie, fesseln die „mega“- hohen Menschen auf sich die Aufmerksamkeit, manchmal  auch eine ungesunde. Häufig verzichten solche Leute auf unnötigen „Ruhm“ und hektisches „Gedränge“ um ihre Person und möchten ein „normales“ Leben führen. So eine Art Mensch ist Leonid Stadnik – der höchste Mann des Planeten, der über 257 cm hoch ist.  


09.09.2011  Kitajevo: Legenden und Wahrheit von „Kiewer Athos“

Andrei  KLINSKY, Journalist
Extra fürPrime Excursion Bureau

Wie würden Sie darauf reagieren, wenn es sich plötzlich herausstellt, dass ein Mönch-Eremit, an welchen Sie sich mehrmals für einen Rat bzw. mit einem Bekenntnis wandten, sich als eine Frau erwies…? Das bringt Sie freilich wenigstens zum Staunen. Und wenn Sie erfahren, dass es auf dem Kiewer Boden außer dem berühmten Kiewer Höhlenkloster Lawra noch die unterirdischen Höhlen gibt, wo einst die Mönchen ihre Zuflucht fanden? All diese Fragen sind mit einer der herrlichen und malerischen Ortschaften im Süden Kiews –Kitajevo-Einsiedelei verbunden, wo sich das St. Dreifaltigkeitskloster befindet, in dem das Pfingsten für das größte kirchliche Fest gilt.    


10.08.2011  „Das fünfte Element“ für „Million Dollars“: bezaubernde Kiewerin Milla Jovovich

Inessa Blum, Journalistin
Extra für „Prime Excursion Bureau“

Ihr voller Name wird in verschiedenen Quellen unterschiedlich geschrieben. Genauer zu sagen – nicht der Name, sondern die Namen. Milica Bogdanowna  (mehr korrekter - Borgievna) nach russischer und ukrainischer Tradition; Milica Natascha in Tradition von Montenegro – nach ihrem Vater, liebliches Mädchen und Hollywooder „Retterin der Menschheit“ Milla – all dies ist unsere Landfrau, Kiewerin namentlich Jovovich.


31.07.2011  Operettentheater

Michail Kalnizky  - Historiker, Forscher des Kiewer Altertums.
Extra für „Prime Excursion Bureau“ . 

In dieser Saison begeht das Kiewer akademische Operettentheater  seinen 75-Jahrestag. Dieses markante Datum ist damit verbunden, dass 1934 im Gebäude auf der Krasnoarmeiskaja-Str., 53   eine stationäre Mitgliedschaft des Kiewer staatlichen Theaters für Musikkomödie herausgebildet wurde, das unmittelbarer Vorgänger des heutigen Operettentheaters war. Ein Jahr später fanden schon seine Aufführungen   statt.


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