Schauspiele in Kiewer Staatsoper
Seit 1901 steht an der Kreuzung von zwei lärmenden Zentralmagistralen Kiews ein schönes Bauwerk, das vom hervorragenden Architekten W. Schröter errichtet worden ist. Einst war es das Theater in Zarenrussland mit der größten Opernbühne: Breite: 34,3 m., Tiefe: 17,2 m., Höhe: 22,7m. Es war mit der modernsten Technik ausgestattet und das Gebäude war so robust, dass dessen Rekonstruktion erst nach 80 Jahren benötigt wurde.
Die Geschichte der ständigen Theateroperntruppe beginnt im Jahre 1867. Das ursprüngliche Gebäude brannte 1896 nieder. Danach entstand das heutige Bauwerk, das im Jahre 1911 zum Zeuge eines tragischen Ereignisses wurde – während der Aufführung wurde der Ministerpräsident des russischen Imperiums P. Stolipin erschossen. Dieser Schuß, der den Lauf der russischen sowie in großer Masse auch der Weltgeschichte geändert hatte, verlieh dem Theater eine gewisse fatale Aura, über welche alle hervorragenden Opernbühnen der Welt verfügen sollten.



