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Freitag, 14 Dezember 2018

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Museen in Kiew > Museum „Andreas-Kirche“

 

 

Die Einzigartigkeit der Andreas-Kirche in Kiew liegt in ihrem ungewöhnlichen Lageplatz und Architektur. Das Gotteshaus steht auf dem künstlichen Hügel und als Fundament dient ein zweistöckiges Bauwerk- Stylobat; zur Kirche führt eine Vielzahl von gusseisernen Stufen. Es ist das einzige Denkmal der Geschichte, Architektur und Kunst des XVIII. Jahrhunderts, welches im Stil imperial Barock nach dem Projekt des berühmten italienischen Architekten Francesco Bartolomeo Rastrelli gebaut worden ist.

Unter allen Sakralbauwerken, die nach den Entwürfen dieses hervorragenden Baumeisters gebaut sind, ist Andreas-Kirche die einzige, die in fast ihren ursprünglichen Formen bis zu unseren Zeiten gekommen ist. In anderen sind Interieurs entweder teilweise, oder überhaupt nicht erhalten. Erhalten geblieben sind nicht nur die authentischen architektonischen Formen und überwiegender Teil der Außenausstattung, sondern auch der einmalige Innendekor, der ein unübertroffenes Muster des orthodoxen kirchlichen Interieurs im Barockstil ist.

 Beispiellose Holzschnitzkunst in der Andreas-Kirche zeigt die Ikonenwand, deren geschnitzte Details aus dem Lindenholz in Sankt Petersburg nach den Skizzen und Zeichnungen von F. Bartolomeo Rastrelli die Gruppe von Meistern: J. Domasch, A. Karlovsky, M. Manturov, H. Oreydach, D. Ustars, J. Groth angefertigt hatte.      Mit der Vergoldung  befassten sich die Meister F. Leprens und Evstifejev. Der Ikonostas enthält 39 Ikonen, die von einem „Künstler-Team“ unter der Leitung von Ivan Wischnjakov geschaffen wurden. Sie vermitteln die glänzende Vorstellung über die sakrale Malerei Mitte des XVIII. Jahrhunderts.

Perfektion der Linien, genaue Proportionen, erstaunliche Harmonie der Formen und der umliegenden Landschaft haben diesem Denkmal der Architektur und Geschichte allgemeine Anerkennung und Ruhm weltweit verschaffen:  Andreas-Kirche ist eines der vier Denkmäler in der Ukraine, das ins Verzeichnis „100 Wunder der Welt“ eingetragen ist, welches in Deutschland 2002 verlegt wurde. Bekanntlich ist, dass sie auch im Bestand der Pflegestätte der Kultur und Geschichte „Kiewer Sophie“ ist und wird als Denkmal des UNESCO-Weltkulturerbes kandidiert.  

Andreas-Kirche ist eines der populärsten touristischen Objekte in Kiew und wurde schon längst eine Art Visitenkarte unserer Stadt sowie ein Vorbild für den Bau der Sakralbauwerke.

 

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Leiterin des Museums „Andreas-Kirche“ Jeanne LITWINTSCHUK:

„WIR BEHÜTEN DIESE PERLE DER ARCHITEKTURKETTE KIEWS SO VIEL, WIE ES IN UNSEREN KRÄFTEN STEHT“

 

Jeanne Litwintschuk

 

„In der Zeit, als Apostel Andreas in Sinop lehrte und in der Stadt Korsun eintraf, erfuhr er, dass nicht weit von hier Dnepr- Mündung ist. Unterwegs nach Rom ist er die Dnepr-Mündung flußaufwärts gefahren.  Und es war so vorgekommen, dass er einst früh morgens am steilen Dnepr- Hügel mit seinen geistigen Schülern stand und sie ansprach: „Seht ihr diese Berge? Hier soll Gottes Segen scheinen und eine große Stadt mit vielen Gotteshäusern entstehen“. Und beim Besteigen der Dnepr –Hügel sollte er diese gesegnet und ein Kreuz aufgestellt haben, wo mit der Zeit Kiew entstanden wäre...“

Mit diesem Fragment aus der „Chronik der verflossenen Jahre“, die vom Annalenschreiber des Kiewer Höhlenklosters Nestor Anfang des XII. Jahrhunderts geschrieben worden war, beginnt die Bekanntschaft mit der auserlesenen Perle von Barock-Architektur – Andreas Kirche.

Der Legende zufolge ist die Kirche an der Stelle gebaut worden, wo der Apostel Andreas ein Kreuz aufstellen sollte – das ist nur eine von zahlreichen Legenden, mit denen Andreas Kirche umhüllt ist...

Über die Geheimnisse der Kirche, ihre Geschichte und Gegenwart sprechen wir mit der Leiterin des Museums „Andreas-Kirche“ Frau Jeanne Litwintschuk.

 

Andreas-Kirche von der Seite des Altkiewerberges Die gusseisernen Stufen Blick auf Andreas-Kirche vom unteren Teil des Andreas-Abstieges aus

 — Andreas-Abstieg wurde schon längst zum eigenartigen kulturellen Wahrzeichen unserer Stadt, das eigentlich auf die gleichnamige Kirche zurückzuführen ist, welche ihren Namen dem  Abstieg gegeben hatte. Frau Jeanne würden Sie uns bitte erzählen, wie die Geschichte der Kirche selbst begonnen hatte?

 — Die Andreas-Kirche, welche als eine architektonische Perle Kiews gilt, ist auf das Geheiß der Imperatorin Jelizaveta/Elizabeth (Tochter Peter I) Mitte des XVIII. Jahrhunderts gebaut worden. Sie entstand  allerdings nicht in einem „unbedeutenden“ Ort. Im grauen Altertum befand sich auf dem steilen rechten Dnepr-Ufer, wo heute Andreas-Kirche steht, der heidnische Tempel des altslawischen Gottes „Perun“. Der Großfürst Wladimir ließ diesen nach der Christianisierung der Kiewer unverzüglich zu vernichten. An dieser Stelle war dann die Holzkirche zu Ehren des Apostels errichtet worden. Im XIX. Jahrhundert entstand hier das Andreas-Kloster (es wurde auch Jankas Kloster zu Ehren der Tochter Janka des Fürsten Wsewolod genannt). Dieser Hügel, sowie die auf ihm gestandenen Kirchen trugen eigentlich immer den Andreas- oder Kreuzaufstellungsnamen. Dies bezieht sich darauf, dass der Apostel Andreas hier sein Kreuz einst aufgestellt haben sollte. Die Straße bzw. der Abstieg hieß ursprünglich "Boritschev Tok“; der heutige Name „Andreas-Abstieg“ entstand viel später.

 

— Stimmt es, dass die Imperatorin selbst die Stelle für den Bau heutiger Kirche gewählt und sogar eigenhändig den ersten Ziegel zu deren Grundstein gelegt hatte?

— Es gibt keinen Grund darüber zu sprechen, weil kein einziges Dokument bezeugt dies. Übrigens ist solche Meinung im Umlauf verbreitet. Doch die zukünftige Baustelle der Kirche hatte Ihre Majestät angeblich selbst  festgelegt. Bekanntlich ist, dass die Imperatorin in Kiew 1744 weilte und durch die malerische Schönheit unserer Stadt sehr fasziniert wurde. Sie beschloss hier ihre zukünftige Sommerresidenz errichten lassen.  Die Projektierung der Bauwerke beauftragte sie ihrem Lieblingshofarchitekten Bartolomeo Rastrelli (Italiener nach der Herkunft), der nach ihren Aufträgen viele hervorragende Baumeisterwerke in Sankt Petersburg geschaffen hatte.  Nach seinen Entwürfen sind in Kiew Аndreas-Kirche gebaut worden, die eigentlich oft als „Schwanengesang“ des hervorragenden Italieners genannt wird, sowie der Zarenpalast, der  späterhin in Mariinskij-Palast (Marien-Palast) umgetauft wurde.

  Interessant ist, dass der Chefarchitekt von Sankt Petersburg Rastrelli  nie in Kiew gewesen war und deshalb nie vermuten konnte, dass von ihm entworfene Kirche auf einem Hügel stehen sollte, welchem ständige Erdrutschgefahren gefährden würden. In Rücksicht darauf sollte der einheimische Architekt Ivan Mitschurin sein Bestes tun, um das Vorhaben der Imperatorin nach dem Rastrellis Entwurf verwirklichen zu können. Es hat sich inzwischen herausgestellt, dass die Kirche nicht auf dem Naturhügel, sondern auf einem künstlichen gebaut werden sollte, der ein Teil von Erdbastion der alten Kiewer Festung war. Es war gerade der Baumeister Mitschurin, der erfunden hatte,  wie das Bauwerk auf dem Hügel zu befestigen und vor den Auswirkungen der Grundwässer zu schützen. Anstatt üblichen Fundaments ließ er zuerst einen 14 m hohen zweistöckigen Gebäude-Stylobat errichten. Er wurde zum Fundament, zu einer Art „Träger“ der relativ leichteren Kirche, die samt Kreuz ca. 46 m hoch ist. Etwas später entstand drin der Altar zum 150-en Jahrestag der Imperatorin Elizabeth und zu Ehren ihrer Schutzpatronin – Großmärtyrerin Elizabeth. Außerdem hatte er auch eine lange Treppe zur Kirche gebaut, die ihr noch mehr Erhabenheit zugegeben hatte: ursprünglich hatte sie die Holzstufen, die erst im XIX. Jahrhundert während einer Instandsetzung durch die gusseisernen ersetzt worden sind.

 

 

 

Imperatorin Elizabeth Architekt Bartolomeo Rastrelli

— Wie oft wurde die Kirche rekonstruiert und inwieweit hatte sich deren Äußere in mehr als 250 Jahren geändert?

— In dieser Hinsicht hat die Kirche Glück. Die Originalzeichnungen von Rastrelli wurden lange Zeit als verloren gegolten. Sie wurden doch zufälligerweise im Wiener Albertine-Museum in 60-er Jahren entdeckt. Aufgrunde dieser Unterlagen haben die Kiewer Restauratoren die letzte Rekonstruktion dieses Gotteshauses im Zeitraum 1978-79 durchgeführt. Es wurde eine große Arbeit gemacht. Es wurde, z.B. das ursprüngliche Äußere der Kuppeln wiederhergestellt, die Ende des XIX. Jahrhunderts durch einen Blitzschlag stark zerstört und nicht nach Rastrellis Projekt wiederaufgebaut wurden.

 

 Hinsichtlich  der Arbeiten zur  Befestigung des Hügels, auf dem die Kirche steht, so wurden diese wiederholt in XIX. und XX. Jahrhunderten vorgenommen. Das erklärt sich durch sehr komplizierten Standort  der Kirche für die architektonischen Lösungen: der Hügel wird ständig durch die Quellwässer unterspült und er rutscht allmählich ab... Zum ersten Mal tauchten solche Probleme beim Bau der Kirche auf, der von 1749 bis 1754 dauerte. Die innere Ausstattung der Kirche und die Schaffung von Interieurs nahmen fast 11 Jahre in Anspruch. Nach dem Ableben der Imperatorin Elisabeth im Jahre 1761 begann die Verfallperiode der Kirche – die entlegene Provinz war für ihre Nachfolger kaum interessant. Deshalb wurde die Andreas-Kirche erst 1767 eingeweiht. Der Gottesdienst wurde hier auch nicht erteilt.  Vor allem dadurch, dass diese Kirche keine eigene Gemeinde hatte, weil sie als eine „Hofkirche“ vorgesehen war. Sie hat sogar keinen Glockenturm, was viele außer aller  Acht lassen.

 Mit dieser einmaligen Besonderheit der Andreas-Kirche war übrigens ein komischer Zwischenfall verbunden, über welchen die einheimischen Stadtführer gerne erzählen. Etwa am Anfang des XX. Jahrhunderts sollte eine der Kiewer Zeitungen am 1. April als Aprilscherz eine Nachricht ungefähr folgenden Inhalts veröffentlicht haben: „Gestern ist mit schrecklichem Gepolter der Glockenturm der Andreas-Kirche zusammengebrochen! Die Die ganze Straße ist mit Bruchstücken überschüttet. Beeilt ihr euch dies zu sehen!...“ Man dachte, dass dieser „gelungene“ Aprilscherz nur das Lachen und Spaß  bei Städtern verursachen würde…  Doch nicht der Fall war: beinahe eine Hälfte von Einwohnern des Stadtzentrums eilten sich zur Andreas-Kirche, um sich die schrecklichen Trümmer anschauen zu können. Zum „Katastrophe- Ort war sogar der Bürgermeister persönlich eingetroffen, um die „Ursachen der Katastrophe“ zu klären…  Infolgedessen brach schließlich ein lauter Skandal aus...

 

 

Interieur des Museums

 Ich habe eine Legende über die Kirche gehört. Sie erzählt, als ob unter der Andreas-Kirche eine Geheimwasserquelle existieren sollte und deshalb die Kirche keine Glocken hat. Weil durch Glockengeläute könne das Wasser „erwachen“ und Kiew überfluten.

 — Ja, das stimmt, es gibt eine Menge von ähnlichen Legenden. Die Tatsache ist auch, dass hier immer die Probleme mit Dränsystemen und Grundwasserabführungen vorhanden waren: ab und zu verursachten die Grund- und Regenwässer Abhangrutschen. Deshalb benötigte die Andreas-Kirche immer mehr Kosten für die Restauration und Entwässerungsarbeiten als andere  sakralen Bauten. In dieser Hinsicht sind die Worte des hervorragenden Kenners der Geschichte unserer Stadt, Herrn Fjodor Ernst zu erwähnen, die er in seinem berühmten Reisehandbuch „Kiew. Stadtführer“ darlegte: „Das Schicksal dieser Kirche war immer traurig“. Damit meinte er, dass die einfachen Einwohner unserer Stadt  das Geldmittel  von Zeit zu Zeit für die „Rettungsarbeiten“ sammelten.

 — Gab es darunter keine reichen Leite?

 — Der bekannteste Mäzen, der im wahrsten Sinne des Wortes die Andreas-Kirche vor Zerstörung in der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts gerettet hatte, war Andrei Nikolajewitsch Murawjow. Über diese Person wissen leider wenige heute. Er war ein äußerst interessanter, ausgebildeter Mensch, Historiker der Kirche, Sammler der Antiquitäten, großer Kenner des Altertums sowie einer der Beschützer und Erforscher des historischen Kiew. Er hat sogar sein Buch „Kiew und seine Heiligtümer“ den Kiewer Sehenswürdigkeiten gewidmet, das mehrmals herausgegeben wurde. Im Jahre 1850 übersiedelte  Murawjow endgültig in Kiew, wo er bald  ein Gehöft direkt der Andreas-Kirche gegenüber erworben hatte. Er gestand, dass er der Moskauer nach der Geburt war und wurde Kiewer nach der Seele. Gerade dadurch hatte er so viel für Kiew und insbesondere für unsere Kirche getan. 

 

Andrei Murawjow –
Historiker, Schriftsteller,
Sammler, Mäzen

Zum 100-Jahrestag der Andreas-Kirche, der 1867 von der Öffentlichkeit breit begangen wurde, ist nach dem Gesuch von Murawjow das Provisorische Komitee für Instandsetzung der Kirche gestiftet worden. Das Anliegen dieses Komitee war das Sammeln von Geldmittel für Restaurierungsarbeiten der Kirche und Befestigung deren Fundaments und des Hügels, auf dem sie steht. Nach seiner Initiative ist im Stylobat-Gebäude zwei warmen Kapellen eingerichtet worden; eine davon war dem berühmten Geistigen, Mönchen Sergey Radonezhsky gewidmet. Leider existieren die beiden nicht mehr. Heute sind es übliche Räume unter dem Altarbereich.  Andrei Murawjow ist apropos auch in der Andreas-Kirche bestattet worden. Sein Grabmal befindet sich an der Mauer einer von diesen ehemaligen Kapellen, neben dem Übergang aus einem Raum in den anderen im ersten Stock des Stylobat-Gebäudes. Es gibt die Aussichten dort die Museumssäle und den Kinosaal zu unterbringen, wo die historisch-heimatkundlichen Filme sowie der Film über den Architekten Bartolomeo Rastrelli vorgeführt werden könnten.

Es gibt auch Idee hier eine separate Exposition zu machen, die über die Geschichte der Kirche sowie deren Restaurierungsarbeiten erzählen würde. Unsere Belegschaft ist klein, aber sehr initiativ und ihrer Tätigkeit außerordentlich ergeben. Wir behüten diese Perle der Architekturkette Kiews so viel, wie es in unseren Kräften steht.

 — Die innere Ausstattung der Andreas-Kirche beeindruckt nicht weniger als die äußerliche. Ungewöhnliches Interieur, prunkvolle Ikonenwand...

 

 — Ja, das stimmt. Dieser Stil ist für Kiew nicht ganz charakteristisch. Das Interieur der Kirche beeindruckt durch echten Prunk und wunderbaren Dekor. Die Kunstwissenschaftler definieren es als Barock. Obwohl das Interieur von Rastrelli wurde etwa näher zum Rokoko-Stil geschaffen, der im Imperatorenhof Mitte des XVIII. Jahrhunderts populär war. Dieser Stil wird mit dem Extérieur als ein architektonisches Einheitsensemble wahrgenommen: eigenartige Kuppelform, auserlesene vergoldete Stuckverzierung, prächtige  Ikonenrahmen, schöne Malerei auf den Gewölben etc. Doch der besondere Akzent wird gewiß auf die Ikonenwand/Ikonostas gelegt.

 

Fragmente des Interieurs in Andreas-Kirche

 — Ist der Ikonostas auch von Rastrelli entworfen? 

— Ja, und zum Glück ist er in seiner ursprünglichen Form und Aussehen erhalten, genau so wie er durch die Zeichnungen des italienischen Meisters dargestellt ist. Das betrifft auch andere Details des Interieurs inkl. Holzschnittsarbeit, Modellierung, Stuckverzierung, Kanzel usw.  So was kommt sehr selten vor, und wir sind sehr stolz darauf. Im ehemaligen „Zarendorf“ in der Umgebung von Sankt Petersburg wurde es neulich entschieden das Interieur noch einer Kirche von Rastrelli (im Katherinas Palast) wiederherzustellen. Auf die Bitte der russischen Restauratoren haben wir die Photofixierung der Ikonenwand gemacht, damit sie nach diesen Unterlagen die Restauration vornehmen könnten. Unser Ikonostas ist tatsächlich einmalig: er vereint harmonisch auf wunderliche Weise den feierlichen Pomp mit sanften zügig Konturen. Er hat zudem eine wunderlich farbsatte Purpurfärbung, auf deren Hintergrund die vergoldeten  Pilaster, Gesimse und Dekoreinfassungen der Ikonen  effektvoll aussehen. Die ganze Oberfläche des Zarentores ist mit dem feinen Schnitzwerk verziert, im dessen Dekor zierliche Cherubköpfe, Engelsgestalten und Dreifigurendarstellung von „Kruzifix“ zu sehen sind.

Die Ornament- und Holzschnitzarbeiten sind von unseren Kiewer Meistern Joseph Domasch, Christopher Oreydach, Andrei Karlovskiy, Matthew Manturov, Gregory Levitsky ausgeführt worden. Die Bilder für die Ikonenwand hatten die russischen Maler Ivan Wischnjak und Alexei Antropow gemalt. Sehr eindrucksvoll sind die berühmten Episoden aus dem Neuen Testament: „Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Apostel“, „Bergpredigt Christi“ sowie die figurenreiche Komposition „Abendmahl“ im Altarraum. 

Schon fast ein Jahr lang wird die Andreas-Kirche offiziell rekonstruiert. Welche Probleme gibt es diesmal und inwieweit  bedrohlich ist der Zustand des Denkmals zurzeit?

— Endlich können wir sagen, dass nach einigen Jahren des äußerst katastrophalen Zustands hat die Andreas-Kirche schließlich die Reaktion seitens Regierung erhalten.  Es wurden die Kosten für die Bau- und Reparaturarbeiten auf dem Hügel zugeteilt. In der letzten Zeit  werden intensive Rutsche des Grundes auf dem Andreas-Hügel beobachtet. Sehr negative Auswirkung darauf haben die Bauplätze in der nächsten Umgebung und unmittelbar zu Füßen des Hügels, wo einige Jahre hindurch die Bauarbeiten ununterbrochen dauern.

 

Ikonenwand der Andreas-Kirche

 Die Nationale Pflegestätte der Architektur und Geschichte „Kiewer Sophie“ - zum deren Bestand unser Museum angehört - hat voriges Jahr die entsprechenden Unterlagen betreffs Andreas- und Kyrill-Kirchen erstellt, welche die evtl. Eintragung dieser Kirchen auf die UNESCO-Liste des Kulturerbes der Menschheit gewähren können. Eine der Voraussetzungen hierfür ist der technische Zustand des Denkmals. Wir hoffen, dass die  Anforderungen von UNESCO helfen sollen, die Renovierungsarbeiten beschleunigen und eine Reihe von anderen Fragen und Problemen  lösen.

Eines davon besteht in Benutzung der Andreas-Kirche für sie Gottesdienste. Schon 10 Jahre lang werden hier die Gottesdienste durch Ukrainische Autokephale Orthodoxkirche  abgehalten und im Stylobat-Gebäude ist Seminarwohnheim untergebracht. Wir müssen eigentlich gestehen, dass die Ukrainische Autokephale Orthodoxkirche die Verpflichtungen des mit der Nationalen Pflegestätte der Architektur und Geschichte „Kiewer Sophie“ abgeschlossenen Vertrags im Großen und Ganzen einhält. Doch einige Probleme existieren: von Anfang an wurde es vereinbart, dass die Messen zu großen religiösen Festen bzw. Gedenktagen abgehalten werden sollten. Mit der Zeit fanden die Gottesdienste fast jeden Tag statt, es werden auch  die Trauungen und Taufen veranstaltet. All dies verursacht viele Sorgen, weil im Museum die entsprechenden Lufttemperaturverhältnisse, die bestimmte Feuchtigkeit  etc. eingehalten werden müssen. Inzwischen wird die alte Malerei durch den Ruß von Kerzen gefährdet, einige Gemälde bekommen die Risse durch überflüssige Wärme. Die Restauratoren sind in Verzweiflung…

 

Gläubigen und Touristen im Museum „Andreas-Kirche“

 Leider, es bleibt uns den Besuchern zu erklären und zu überzeugen, dass Andreas-Kirche vor allem das Denkmal der Weltbedeutung ist. Wenn unsere Vorgänger sie erhalten hatten, so sind wir auch verpflichtet die Andreas-Kirche, dieses einzigartige Kleinod der kommenden Generation im gehörigen Zustand zu übergeben.

Media Center «Prime Excursion Bureau».

Oktober 2010



Nationale historisch- kulturelle Pflegestätte \ Nationale historisch- kulturelle Pflegestätte "Kiewer Sophie"

Kiewer- Petschersky- Nationale historisch- architektonisches Museumsreservat samt  aktivem Höhlenkloster Kiewer- Petschersky- Nationale historisch- architektonisches Museumsreservat samt aktivem Höhlenkloster

Museum der historischen Kostbarkeiten der Ukraine  Museum der historischen Kostbarkeiten der Ukraine

Museum der „Mikrominiaturen“  des Großen Meisters Nikolai Sjadristy Museum der „Mikrominiaturen“ des Großen Meisters Nikolai Sjadristy

Nationalmuseum der Geschichte der Ukraine   Nationalmuseum der Geschichte der Ukraine

Kiewer Museum der russischen Kunst    Kiewer Museum der russischen Kunst

Museum der Künste namens Bogdan und Barbara Chanenko (Kiewer Museum der Westlichen und Orientalichen Kunst) Museum der Künste namens Bogdan und Barbara Chanenko (Kiewer Museum der Westlichen und Orientalichen Kunst)

„Schokoladenhaus“ (Filiale des Kiewer Museums der russischen Kunst) „Schokoladenhaus“ (Filiale des Kiewer Museums der russischen Kunst)

Das Nationale Kunstmuseum der Ukraine Das Nationale Kunstmuseum der Ukraine

Museum der Volksarchitektur und Lebensweise  (Pirogovo)   Museum der Volksarchitektur und Lebensweise (Pirogovo)

Gedenkstätte \ Gedenkstätte "Nationalmuseum der Geschichte des Zweiten Weltkrieges 1941-1945."

Nationalmuseum „Tschernobyl“  Nationalmuseum „Tschernobyl“

Nationales Literaturmuseum der Ukraine Nationales Literaturmuseum der Ukraine

Museum des Buches und des Buchdrucks der Ukraine     Museum des Buches und des Buchdrucks der Ukraine

Staatliches Museum der ukrainischen Volks- und Dekorativkunst Staatliches Museum der ukrainischen Volks- und Dekorativkunst

Staatliches Museum für Theater-, Musik-, und Kinokunst der Ukraine Staatliches Museum für Theater-, Musik-, und Kinokunst der Ukraine

Museum der Hologramme Museum der Hologramme

Museum \ Museum "Goldenes Tor"

Museum „Andreas-Kirche“ Museum „Andreas-Kirche“

Museum \ Museum "Kyrill-Kirche – architektonisches und historisches Denkmal des XII. Jahrhunderts"

Das Nationale wissenschaftliche Naturkundemuseum Das Nationale wissenschaftliche Naturkundemuseum

Kiewer Gedenkwohnhaus-Museum des berühmten Schriftstellers M. Bulgakow Kiewer Gedenkwohnhaus-Museum des berühmten Schriftstellers M. Bulgakow

Museum einer Straße Museum einer Straße

Apotheke-Museum Apotheke-Museum

Internationales Museum der ukrainischen Stickerei Internationales Museum der ukrainischen Stickerei

Museum der Geschichte des St. Michael-Klosters Museum der Geschichte des St. Michael-Klosters

Historisch –architektonisches Gedenkmuseum  \ Historisch –architektonisches Gedenkmuseum "Kiewer Festung"

Gedenkmuseum des Medizinakademikers N. Strazhesko Gedenkmuseum des Medizinakademikers N. Strazhesko

Nationales Medizinmuseum der Ukraine Nationales Medizinmuseum der Ukraine

Museum der Ukrainischen Volksrepublik  (UVR) Museum der Ukrainischen Volksrepublik (UVR)

Nationalmuseum  Nationalmuseum " Mahnmal für die Opfer von Hungersnoten in der Ukraine"

Museum der sowjetischen Okkupation Museum der sowjetischen Okkupation

Museum des Kulturerbes Museum des Kulturerbes

Das staatliche historische Mahnmal „Massengrabstätte in Ortschaft Bikownja“ Das staatliche historische Mahnmal „Massengrabstätte in Ortschaft Bikownja“

Museum von Shalom Aleichem Museum von Shalom Aleichem

Zentrales Museum der Streitkräfte der Ukraine Zentrales Museum der Streitkräfte der Ukraine

Zentrales Museum des Staatlichen Grenzedienstes der Ukraine Zentrales Museum des Staatlichen Grenzedienstes der Ukraine

Museum des ukrainischen Schriftstellers Ivan Gontschar Museum des ukrainischen Schriftstellers Ivan Gontschar

Museum des Kosakentums (Hetmantums) Museum des Kosakentums (Hetmantums)

Museum der Luftfahrt Museum der Luftfahrt

Museum des Wassers (Wasser -Informationszentrum) Museum des Wassers (Wasser -Informationszentrum)

Museum des Feuerwehrdienstes Museum des Feuerwehrdienstes

T.G. Schevtschenko-Nationalmuseum T.G. Schevtschenko-Nationalmuseum

Zentrales staatliches Archiv-Museum der Literatur und Kunst der Ukraine Zentrales staatliches Archiv-Museum der Literatur und Kunst der Ukraine

Pädagogisches Museum der Ukraine Pädagogisches Museum der Ukraine

Polytechnisches Museum der Kiewer Polytechnischen Universität Polytechnisches Museum der Kiewer Polytechnischen Universität

Historisch-Gedenkmuseum von M. Gruschevsky Historisch-Gedenkmuseum von M. Gruschevsky

Literarisches Gedenkwohnhaus-Museum von T. Schevtschenko in Kiew Literarisches Gedenkwohnhaus-Museum von T. Schevtschenko in Kiew

Literarisches Gedenkwohnhaus-Museum von T. Schevtschenko \ Literarisches Gedenkwohnhaus-Museum von T. Schevtschenko "Hütte in Priorka"

Kiewer A. Puschkin-Museum Kiewer A. Puschkin-Museum

Kiewer literarisches Gedenkmuseum von Maxim Rilsky Kiewer literarisches Gedenkmuseum von Maxim Rilsky

Museum der hervorragenden Persönlichkeiten der ukrainischen Kultur: Lesja Ukrainka, Michail Starizky, Nikolai Lysenko, Panas Saksagansky Museum der hervorragenden Persönlichkeiten der ukrainischen Kultur: Lesja Ukrainka, Michail Starizky, Nikolai Lysenko, Panas Saksagansky

Kiewer literarische Gedenkmuseum- Wohnung des ukrainischen Dichters P. Titschina Kiewer literarische Gedenkmuseum- Wohnung des ukrainischen Dichters P. Titschina

Literarische Gedenkmuseum- Wohnung des ukrainischen Schriftstellers N. Bazhan Literarische Gedenkmuseum- Wohnung des ukrainischen Schriftstellers N. Bazhan

Wohnhaus-Museum der Schauspielerin Maria Zankovetskaja Wohnhaus-Museum der Schauspielerin Maria Zankovetskaja

Museum-Studio des Bildhauers Kawaleridze Museum-Studio des Bildhauers Kawaleridze

Museum-Wohnung des Komponisten V. Kosenko Museum-Wohnung des Komponisten V. Kosenko

Museum des Dichters D. Luzenko Museum des Dichters D. Luzenko

Museum des Brotes Museum des Brotes

Museum des Kiewer Observatoriums Museum des Kiewer Observatoriums

Museum des Spielzeuges Museum des Spielzeuges

Museum der Post Museum der Post

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Museum der Zirkuskunst Museum der Zirkuskunst

Museum des Magdeburger Stadtrechts  (Museum der Geschichte der Selbstverwaltung Kiews)  Museum des Magdeburger Stadtrechts (Museum der Geschichte der Selbstverwaltung Kiews)

Museum der Bienenzucht Museum der Bienenzucht

Museum der Kiewer Wohltätigkeit Museum der Kiewer Wohltätigkeit

Museum der Geschichte des Swjatoschin- Stadtviertels Museum der Geschichte des Swjatoschin- Stadtviertels

Das staatliche historische Gedenkschutzgebiet „Lukjanovskoje Friedhof“   Das staatliche historische Gedenkschutzgebiet „Lukjanovskoje Friedhof“

Museum der Wachsfiguren Museum der Wachsfiguren

Museum der Geschichte der Kiewer Kanalisation Museum der Geschichte der Kiewer Kanalisation

Museum der Recycling-Materialien Museum der Recycling-Materialien

Museum der Kiewer Metro Museum der Kiewer Metro

Museum der ukrainischen Ikone  \ Museum der ukrainischen Ikone "Geistige Schätze der Ukraine"

Museum der modernen Kunst Museum der modernen Kunst

Kultur-künstlerischer und Museumskomplex  „Kunstarsenal“ Kultur-künstlerischer und Museumskomplex „Kunstarsenal“

Zentrum der modernen Kunst “PinchukArtCenter” Zentrum der modernen Kunst “PinchukArtCenter”