Interieur des Museums Porträt von Shalom Aleichem. Maler Hermann Gold, 2009 Interieur des Museums



Adresse: B. Wassilkovskaja-Str., 5а.
Telefon: +38(044)223-96-14,
Arbeitszeit: 10.00-17.00 Uhr
Feiertage: Montag, erster Mittwoch des Monats – freier Eintritt.
Das Museum des Großen jüdischen Schriftstellers ist in einem modernen Gebäude untergebracht, das an der Stelle eines alten vormaligen entstand, in dem Shalom Aleichem seine berühmtesten Werke geschaffen hatte. Das Museum wurde am 2. März 2009 geöffnet.
Shalom Aleichem (S.N. Rabinovitsch) ist einer der Gründer der Literatur auf Jiddisch, einschließlich auch der Kinderliteratur. Wurde 1859 in der Stadt Perejaslav in der Ukraine geboren. Begeistert von Robinson Crusoe schrieb der 15-jährige Junge seine eigene jüdische Version dieser Geschichte und beschloss Schriftsteller zu werden. Er nahm das Pseudonym Shalom Aleichem/Scholem-Alejchem („Frieden Ihnen“ – traditionelle jüdische Begrüßung).
Im Zeitraum 1887-1890, 1893-1905 wohnte er in Kiew. Nach dem „Pogromen“ (Verprügelungen von Juden) im Jahre 1905 ist er mit seiner Familie zuerst in die Schweiz und dann nach Deutschland ausgewandert. Im Jahre 1914 ist er als russischer Staatsangehöriger aus Deutschland ausgewiesen worden und war in New Jork umgezogen, wo seine letzten Jahre verbracht hatte. 1916 ist Shalom Aleichem verstorben.
Im Jahre 1997 wurde in Kiew das Denkmal zu Ehren des Schriftstellers eingeweiht. Sein Wohnhaus in Kiew wurde leider 2009 barbarisch abgerissen und vom Schriftsteller erinnern nur das Denkmal und die Museumsexposition.
Im Museum, das über 220 m² besitzt, gibt es eine Menge von authentischen Gegenständen des eigenen Gebrauchs jener Zeitperiode als der Schriftsteller in Kiew lebte und wirkte. Diese wurden skrupulös von der jüdischen Diaspora in der Ukraine gesammelt. Das Museum liefert die Vorstellung nicht nur über den Schriftsteller selbst und sein Schaffen, sondern auch Milieu, im dem er lebte – jüdische Gesellschaft in Kiew Ende des XIX – Anfang XX. Jahrhunderts. Im Stadtviertel, wo Shalom Aleichem wohnte, konzentrierte das „jüdische Leben“ der Stadt; hier befinden sich die Choral- und Kaufmanns-Synagogen, und in diesem Stadtteil wurde noch eine bekannte Persönlichkeit späterer Zeiten geboren – einst Ministerpräsidentin von Israel Golda Meir.
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