


Adresse: Sagaidak-Str., 112.
Telefon: +38 (044) 517-39-63, 516-50-22.
Arbeitszeit: 9:00-18:00 Uhr
Feiertage: Samstag, Sonntag.
Was bedeutet der Begriff „Greenjolly“ (der kleine, breite Schlitten im schäbigen Zustand)? Wie sieht die Hanfbearbeitungswerkbank? In den Zarenzeiten ist der erste Staubsauger konstruiert worden und der ist heil geblieben! Möchten Sie all dies mal sehen? Dann begeben Sie sich ins Museum auf der S. Sagaidak-Straße!
Es wird noch als Museum der Antiquität oder „Museum der unnötigen Sachen“ bezeichnet. So klingt es etwas romantischer und korrekter. Der ganze hier ausgestellte Kram ist schon kein recycling-Material: es ist nicht dazu gekommen, weil dies im Museum sorgsam aufbewahrt wird und wartet auf den Besuch der neugierigen Leute. In der Tat, geht es hier um das größte Museum von Haushaltwesen der vergangenen Epoche. Auf den Regalen ist das ganze XX Jahrhundert untergebracht: im direkten Sinne häuften sich hier allerlei Gegenstände seit den Zaren- bis Präsidentenzeiten. Einige auf erstaunliche Weise erhaltenen Exponate sind schon bis und über 200 Jahre alt.
Es gibt zwei Expositionen. Die größten Exponate sind auf der Straße unter dem Schutzdach untergebracht und der Hauptteil der Sammlung befindet sich in einem gemütlichen Holzhäuschen. Man begann diese Kollektion sofort nach der Befreiung der Stadt im Jahre 1943 zu sammeln. Besonders in jener Zeit pflegte man die alten Sachen loswerden. Jetzt sind diese die wertvollen Raritäten der Epoche.
Also, lassen wir die Führung durch diesen „Wirtschaftslager“ machen. Man wird durch einen alten Tisch mit einer hübschen Karaffe und ein verstaubtem Tischgrät drauf begrüßt. Über dem Tisch hängt eine Reihe von verschiedenen „Großmutter“- Truhen. Die „uralten“ Kohle-Bügeleisen, Trichtergrammophone und Samoware (mit Stiefel), eine ganze Menge von verschiedensten Lampen, Leuchtern und Laternen reihen sich auf den Regalen. Friedlich schimmern die alten Vasen und ein Haufen von Fotoapparaten ruht einfach in einem Eimer. Gleich daneben stehen ein „prächtiges“ Koffergrammophon und schon erwähnter uralter Staubsauger. Eine große Sammlung von Rundfunkempfängern. Musikinstrumente und Nähmaschinen. Ein ganzer Satz von längst vergessenen Frisierutensilien: die ersten eisernen Lockenwickler, die ersten Rasierklinge und Rasierapparat, der erste Fön aus Metall (deutsches Fabrikat). Etwas beiseite steht eine Kleinplastik des damaligen stärksten Menschen der Welt Ivan Poddubny, hergestellt 1905.
Und da sind „spezifische“ Instrumente: ein Satz von Folterinstrumenten der Zarengendarmerie, die durch den bolschewistischen Geheimdienst „ЧК“ (Tscheka) weiter geerbt wurden. Es ist leider auch ein Artikel userer Geschichte. Über die Militärthematik erzählen die Geschosse und Kugeln aus Zeiten des Ersten Weltkrieges. Dem revolutionären und sowjetischen Thema ist ein ganzer Stand gewidmet: die revolutionären Bücher, zusammengeheftete Zeitungen „Iskra (Funken)“ der „berühmten“ Lenin-Ausgabe 1900 und der Raritätatlas von Kuba.
Im Hof – eine große Kollektion von Lenin-Büsten und Skulpturen aller Arten. Unter diesen dominiert eine 7m-höhe Lenin-Statue, die aus Krim gebracht wurde. Hier stehen die Fässekarren, Holzpflüge und Schlitten „Greenjolly“, selbstgemachte Fahrräder und die in den Werken verschiedener Zeiten hergestellten.
Und noch eine echte Rarität der Exposition – die sog. „Begunki“ – Einrichtung aus Holz und Weide, mit deren Hilfe die kleine Kinder schon im XVIII. Jh. gehen lernten!
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