Adresse: Kiew, Schelkovitschnaja-Str., 17



Fassade des Schokoladenhauses
Interieur des Schokoladenhauses, Wandmalerei im Neurussischen Stil
Interieur des Schokoladenhauses, Wandmalerei im Stil Modern
Telefon: +38 (044) 253-05-21.
Arbeitszeit: 11.00 – 16.30 Uhr
Feiertage: Montag, Donnerstag
„Schokoladenhaus“ – es ist ein zweistöckiges Gebäude, gebaut in 80-er Jahren des XIX. Jhs im Stil der venezianischen Renaissance für den Kiewer Kaufmann der ersten Gilde Semjon Mogilevzev (1846-1917). Dieses Meisterwerk des bekannten Architekten Wladimir Nikolajew ist eines der geheimnisvollen Bauwerke unserer Stadt. Das Gebäude hatte einen ungewöhnlichen Anstrich. Die auffallende Dominanz von Dunkelbraun verlieh der Stadtvilla den Beinamen „Schokoladenhaus“. In der Sowjetzeit war hier das Zentralstandesamt der Stadt untergebracht. In der nächsten Nachbarschaft dieses Baumeisterwerkes entstand mit der Zeit die Residenz des ersten Sekretärs der kommunistischen Partei der Ukraine Genossen Schtscherbitzky. Die zu oft veranstalteten Hochzeitfeierlichkeiten der einfachen Städter neben der Residenz hatten vermutlich den „staatlichen Vätern der sowjetischen Ukraine“ erheblich gestört… Und es wurden umgehend die Investitionen für den Bau eines neuen Zentralstandesamtes im anderen Stadtteil gefunden, welches nach dessen Errichtung im Volksmunde als „Bermuda- Dreieck“ genannt wurde. (dies erklärt sich vor allem durch die dreieckige Form des Gebäudes). Die erste Zeit nach diesen Umwandlungen funktionierte das „Schokoladenhaus“ als ein übliches Standesamt der örtlichen Bedeutung und bald darauf 1986 wurde es in eine Art Gemäldegalerie für die Kinder umfunktioniert.
2009 wurde dieses Gebäude in den Besitz des Kiewer Museums der russischen Kunst übergeben und mit dessen Restaurierung angefangen. Im Haus sind schon drei Säle restauriert und im Modernstil ausgestaltet. Sie sind den Besuchern zugänglich. Die einmaligen Interieurs der Stadtvilla sind in verschiedenen Kunststilen (Modern, Renaissance, Gotik, Barock) ausgeführt. Die inneren Räume hatten die außerordentlichen dekor-monumentalen Wand- und Deckenmalereien; waren prunkvoll mit vergoldetem Stuck verziert. Beeindruckten die geschnitzten Holzpaneele, Fensterbretter, Türe und Fenster, Kunstparkettboden aus verschiedenen Holzarten, bunte Glasmalerei und geschmiedete Absperrung der Marmortreppen.
Der Weiße Saal ist der größte uns ist im Stil von französischem Barock ausgeführt. Sind einige Wandmalereifragmente des Russischen Saales erhalten, auf denen die Ornamente des Fünfrubelscheines der Zarenzeit dargelegt ist, der damals Jubiläumsschein im Umlauf war. Der Byzantinische Saal stellte einen großen Paradenspeisesaal dar. Der Saal ist durch große Girlanden umrahmt, auf denen verschiedene Früchte dargestellt sind. Der Maurische Saal ist nicht groß nach Abmessungen und ist dem Speisesaal angeschlossen; seine Hauptverzierung sind die geschnitzten Gipspaneele an den Wänden. An anderer Seite des Byzantinischen Saals befindet sich ein Raum mit dem Interieur im Modernstil. Die Treppe in der Ville ist im Empirestil aufgeführt: die weißem Marmorstufen, Bronzegussgeländer. Fast in allen Sälen sind die Kronleuchter und Wandleuchter erhalten.
Nach der Vollendung der Restaurierung soll hier die Gemäldegalerie, Schule für ästhetische Erziehung der Kinder und das Museum der Privatkollektionen untergebracht werden. Man hat auch vor hier auch eine Art Museum „eines Gemäldes“ zu unterbringen. Wenn ein berühmtes Meisterwerk der Kunst hier provisorisch ausgestellt wird, organisiert man die thematischen Dispute, Filmvorführungen etc. um dieses Meisterwerk.
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