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Gutshaus von Lopuchinis 18. Jh. am Fluss Ros in der Stadt Korsun- Schewtschenkovsky, Tscherkassy-Region
 
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Gutshaus von Lopuchinis 18. Jh. am Fluss Ros in der Stadt Korsun- Schewtschenkovsky, Tscherkassy-Region
Freitag, 07 Oktober 2022

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Artikel >  A. Fomin - Botanischer Garten

 

Haupteingang  zum Botanischen Garten

Eugen SKIBIN, Guide-Dolmetscher von «Prime Excursion Bureau“, gebürtiger Kiewer.  

 

 Die Kiewer nennen ihn gewohnheitsmäßig als „alter botanischer Garten“. Er liegt im historischen Zentrum der Stadt und ist eine der beliebtesten Erholungstätten der einheimischen Einwohner. Das ist eine    eigentümliche Oase, wo man sich von den städtischen Hektik und Lärm während des Bummelns durch die malerischen Alleen absolut isoliert fühlt. Hier kann man  in vollem Maße die reiche Schönheit der Natur und die reine Luft zu jeder Jahreszeit genießen. 

 In der Regel sind die Besucher des Gartens  vorwiegend die Ortseinwohner und selten die Gäste der Stadt, die sich vor allem für die wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten Kiews interessieren und für den Besuch des Botanischen Gartens kaum Zeit haben. Der Botanische Garten hat ein erstaunlich vielfältiges Relief:  die Abhänge verschiedener Steigung und Richtungen folgen mit Flachländern aufeinander.

Der Garten grenzt an das „rote“ Gebäude der Nationalen Universität namens T. Schewtschenko (ursprünglich St. Wladimir-Universität), dadurch wird er auch oft als „Uni-Garten“ genannt.   In Nachbarschaft befindet sich eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Kiews - Wladimir-Kathedral

Wladimir-Kathedrale  
Universitätsgebäude von der Seite des Botanischen Gartens 

 Der Legende zufolge sollte das Territorium, wo heute der  Garten liegt,  der Fürstin Lybed gehören. Sie war die Schwester der Stadtgründer, der Fürsten Kiy, Schtschek und Choriv. Ihren Namen trägt ein Nebenfluß von Dnepr, welcher seinerzeit viel wasserreicher als heutiger Fluß Lybed war. Gerade hier,  am linken Hang des Flusstales Lybed ist 1839 der  Botanische Garten der Kiewer Wladimir-Universität unter der Leitung des Professoren Rudolf Trautvetter (Deutscher nach der Herkunft) gegründet worden.  Herr R. Trautvetter war damals der Lehrstuhlleiter der Fakultät für Botanik und wurde auch als Direktor des Botanischen Gartens ernannt.  

 Als Initiator für die Gründung des Botanischen Gartens  galt der Architekt Vikenty Beretti. Er war  Sohn  des Italieners Giovanni Beretti, der 1780 nach Russland ausgewandert war.  1835 hatte das Projekt des Gebäudes der St. Wladimir-Universität in Kiew zum Wettbewerb vorgelegt, das die höchste  Billigung erhielt und kurz darauf wurde er als Chefarchitekt der Universität ernannt.

 

 Nach seinem Projekt war 1837 das Zentralgebäude der Kiewer St. Wladimir – Universität gebaut worden. Auf Imperatoren Nikolai I. Geheiß hatte er sich in Kiew niedergelassen. Bis zu seinem Lebensende blieb Vikenty Beretti Cherarchitekt und Mitglied der Baukommission der St. Wladimir Universität. Er war auch der Autor noch eines hervorragenden architektonischen Denkmals in Kiew – Kiewer Lehranstalt für die Jungfrauen aus adeligen Familien  (in der Sowjetzeit – Oktober Palast für Kultur, heute – Internationales Zentrum für Kultur und Kunst). 

Es war gerade Vikenty Beretti, der vorgeschlagen hat, auf  dem Ödland hinter dem Universitätsgebäude den Botanischen Garten anzulegen.   Die ersten Pflanzen wurden nach Kiew aus dem Kremenez- Lyzeum  (heute Volyn-Lyzeum) geliefert und zeitlich im Zarengarten (heute Marijinsky-Park)  ausgepflanzt. Man schickte die Gewächse aus botanischen Gärten Russlands und anderer Länder. Das Anlegen des Gartens  zog sich eigentlich auf die Jahre, weil es an benötigten Investitionen mangelte. 

 Als offizielles Gründungsdatum von Kiewer Botanischen Garten gilt 22. Mai 1839, als der Professor R. Trautvetter  die ersten Einpflanzungen vollzogen hatte. Die Gesamtfläche des Botanischen Gartens beträgt 22,5 ha. Als offizielles Gründungsdatum von Kiewer Botanischen Garten gilt 22. Mai 1839, als der Professor R. Trautvetter  die ersten Einpflanzungen vollzogen hatte. 

Skulptur, die den im Zweiten Krieg gefallenen Studenten  und Universitätslehrern gewidmet ist.  

Die Gesamtfläche des Botanischen Gartens beträgt 22,5 ha. Zwei Jahre später erhielt der Botanische Garten den offiziellen Status. Die Einrichtungsarbeiten im Garten sind im großen und ganzen Ende 1850 vollendet worden. Seine Sammlung damals zählte ca. 25,5 Tausend Bäume, über  400 Straucharten und etwa 4000 anderer Pflanzen.  Es wurde mit der aktiven wissenschaftlichen Forschungsarbeit angefangen. 

 

 

Mitte XIX. Jahrhunderts ist der Gewächshauskomplex  errichtet worden, wo sich bis heute eine umfangreiche Sammlung von tropischen und subtropischen Pflanzen befindet. Sie zählt heute ca. 10.000 Arten, Sorten und Formen von Gewächsen.  

Die Kollektion von Kakteen und anderen Succulents war die   größte in den Sowjetzeiten. Für einige Palmenarten wurde 1977 die 30-m hohe  Klimaanlage (damals die höchste) gebaut, deren Fläche über  1000 m² groß ist.  Etwas später entstand das 18 m – hohe Gewächshaus mit dem kuppelartigen Glasdach, dessen Fläche 532 m² ausmacht. 

Es muss darauf hingewiesen werden, dass  dieser Park die zahlreichen Besucher nicht nur durch seine wunderbare Pflanzenkollektion, sondern auch durch einen Teil des Gartens an sich lockte, wo 1908 bis 1913 ein Zoo  untergebracht war. 

 

Seit der Gründungszeit  ist das Territorium des Botanischen Gartens in zwei Teile aufgeteilt – den Park und das Geländer für wissenschaftliche Forschungen. Der Park gilt als Muster der Landschaftsarchitektur und Eintritt in den Park ist für die Besucher frei. Besonders stark ist der Garten im Frühjahr während der Blütezeit  von Magnolien, Flieder, Rhododendron und anderer Pflanzen besucht. 

Der wissenschaftliche Teil besitzt das untere Territorium des Gartens und ist für die Besucher  in der Begleitung der Führung zugänglich. Wie es oben erwähnt wurde, befinden sich hier die Gewächshäuser  mit der Vegetation aus tropischen und subtropischen Ländern: Kokospalmen, Zwergbananen, Kaffeebaum, 180-jährige Palmen und eine Reihe von anderen seltenen und mehrjährigen Pflanzen, welche sich schwer  beschreiben lassen, man muss sie sehen.


Von 1852 bis  1914 leiteten den Garten mehrere Direktoren, von denen  jeder eigenen bedeutenden Beitrag  zur Forschungsarbeit geleistet hatte und deren Errungenschaften und Entdeckungen den Weltruf  dem Botanischen Garten sowie der Kiewer Universität verschaffen hatten. Seit jener Zeit wurde  der Botanische Garten  zum Objekt des Interesses seitens vieler Wissenschaftler weltweit. 

Fast ein Vierteljahrhundert  leitete den Botanischen Garten der Akademiker Alexander Fomin, der die Zeitschrift „Informationsblatt des Kiewer Botanischen Gartens“ gestiftet hatte und auf solche Weise  die botanische Wissenschaft popularisierte.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Er  hatte einen unschätzbaren Beitrag zur wissenschaftlichen Erforschungsarbeit geleistet, und dank seiner organisatorischen Tätigkeit  konnte der Garten die schweren Jahre des Ersten Weltkriegs überleben, vor allem den besonders kalten Winter 1919-1920. Sein Name wurde dem Botanischen Garten nach dem Ableben des Akademikers verliehen.  Sehr harte Zeiten überstand  der Garten im Zweiten Weltkrieg. Die Bäume wurden für Brennholz abgeholzt, wodurch viele wertvolle Pflanzarten heimgesucht worden sind. Nach der Befreiung der Stadt 1943 begann eine aktive Wiederherstellungsarbeit im Garten und schon im Mai 1944 wurde er für die Besucher  eröffnet.  

1960 erklärte man den Botanischen Garten für das Denkmal der Landschaftskunst Regionaler Bedeutung und neun Jahre später erhielt er den Status einer wissenschaftlichen Forschungsinstitution. Zurzeit verfügt der Botanische Garten über eine umfangreiche Pflanzensammlung aus verschiedenen Ländern und Kontinenten: nördlicher Halbkugel, Nordamerika,  Europe, Ostasien, Fernen Osten Russlands, Japan, China, Korea usw.  

 

Der Botanische Garten ist heute eine wissenschaftliche Forschungsstruktureinheit der Nationalen T. Schewtschenko –Universität, wo die Studenten der Botanischen Fakultät regelmäßig ihre Praxis ausüben,  und   für die Kinder, junge Naturforscher werden extra Erkenntnisführungen organisiert, dank welchen sie die unendlich reiche Naturwelt und deren unschätzbare Bedeutung für geistige Entwicklung der jungen Generation entdecken.    

Seit 2007 erfolgten die umfangreichen Rekonstruktionsarbeiten, und zwar: die Hänge wurde befestigt, die neuen Arten von Bäumen und   Sträuchern ausgepflanzt, die Gewächshäuser modernisiert usw. 

 

Der Botanische A. Fomin- Garten, das „Grüne Herz“ des Stadtzentrums ist seit  langen Jahren seiner Existenz  zur echten Zierde und Sehenswürdigkeit Kiews, zum einmaligen ökologischen Territorium geworden, welches in jeder Jahreszeit die Besucher   mit seinem Märchenreiz beschert.     

 

 

Wir empfehlen den Gästen unserer schönen Stadt den Botanischen Garten obligatorisch zu besuchen, um die Schönheit der hiesigen Natur und die wohltuende Atmosphäre zu genießen! 

 

 

November  2012.