Adresse: 04071 Ukraine, Kiew, Podil, Schekavitskaja-Str. 30/39, of. 4 E-mail: info@primetour.uaPhone +38 (044) 207-12-55Lizenz von Tour Operator-Nr.: АГ №580812Sitemap

Mittelalterliche Landkate der Stadt Ostrog. Rekonstruktion von G. Logvin
 
+38 (044) 207-12-55
+38 (096) 940-00-00
+38 (099) 550-00-00

Мы поддерживаем
реформы в Украине
и работаем
исключительно через
расчетный счет!
Mittelalterliche Landkate  der Stadt Ostrog. Rekonstruktion von G. Logvin
Mittwoch, 05 Oktober 2022

Menu

Artikel >  Kiewer Metro. Station „Goldenes Tor“

 

"Goldenes Tor"-  historisches Denkmal  des XI. Jahrhunderts.

Eugen SKIBIN, Guide-Dolmetscher von «Prime Excursion Bureau“, gebürtiger Kiewer. 

 Die Eröffnung der Kiewer Untergrundbahn fand am 6. November 1960 statt, wodurch sie zur dritten Metro in der Ex-Sowjetunion nach Moskauer und Lenigrader (Sankt- Petersburg) wurde. Heute zählen drei Metro-Linien 50 Stationen mit der Gesamtlänge von 65,18 km und haben die Perspektive für weitere Entwicklung. 

In Bezug auf  die Archivquelle konnte die Metro in Kiew schon gleichzeitig mit Londoner Metro entstehen.  1884 wurde in Kiew ein Projekt zur Erörterung vorgelegt, das eine unterirdische Bahnstrecke im Tunnel von der Anlegestelle am Dnepr bis zum Bahnhof vorsehen sollte. Dieses Projekt wurde  lange von den Abgeordneten der Stadtverwaltung (sog. Duma) diskutiert und anschließend abgelenkt,  höchstwahrscheinlich  wegen der banalen Angst vor etwas Unbekannten. Mit Fiasko der Projekte endete die ähnliche Situation auch in Moskau 1902 und 1912.  Die nächste Möglichkeit einen städtischen Schnelltransport in Kiew zu schaffen entstand 1916. Sie wurde durch die Russisch-Amerikanische Handelskammer initiiert, welche bereit war in Bau der Metro in unserer Stadt zu investieren.   Die Stadtverwaltung hatte dennoch dieser Kompanie  abgesagt, denn sie hielt für unannehmbar die Schaffung eines Unternehmens mit dem amerikanischen Kapital aufgrunde der  Konzessionsbedingungen.  

 

Station  "Goldenes Tor", der untere Saal mit Einsteigplattformen. 
Die Gewölbe  zwischen den Marmorsäulen sind mit Mosaikdarstellungen von  Fürsten der Kiewer Rus verziert.

 Im Sommer 1918 wurde in Kiew wiederholt über Metro gesprochen. Diesmal ging es um die Regierungspläne von Hetman des Ukrainischen Staates Pavlo Skoropadsky die Ortschaft Sverinez  in einen der besten Stadtteile zu verwandeln. Der Bauplan war grandios: Bau eines Regierungszentrums mit dem Hetman-Palast, Instituten und Institutionen der Akademie der Wissenschaften, dem Zentralmarkt, Güter- und Passagieraufzügen (nach dem Muster der Standseilbahn „Funiculaire“ in der Unterstadt Podol), Straßenbahnstrecke im Tunnel bzw. Metro usw. Doch auch diese rosigen  Aussichten waren gescheitert, weil 1918 überging die Macht von Hetman  Skoropadsky  zum Direktorium von Simon Petljura. 

Fast 20 Jahre hindurch wurde es an den Bau der Metro in Kiew nicht zurückgedacht, bis 1936 das Präsidium des Stadtrates  Diplomarbeit „Projekt der Kiewer Metro“ des Absolventen der Hochschule für Transportingenieure Papazov erörtert hatte.  

Im Protokoll wurde es auf die gelungene Lösung einer der wichtigen Fragen der Rekonstruktion der Stadt und Gestaltung des Innentransports sowie rationelle Entwicklung des Metro- Schemas hingewiesen. Zwei Jahre später wurde es mit den Vorbereitungsarbeiten angefangen, die durch den Beginn des Zweiten Weltkrieges unterbrochen waren. 

 Nach dem Ende des Großen Vaterländischen Krieges begann eine gründliche Rekonstruktion der stark gelittenen und zerstörten Stadt. Plan der Rekonstruktion beinhaltete   auch den Bau von Metro in Kiew. 

Am 22. Februar 1945 hatte Rat der Volkskommissare der UdSSR den Beschluss über den Bau der Kiewer Metro gefasst.   Doch mit den  tatsächlichen Bauarbeiten wurde  erst 1949 durch den Vorstand „Kiewmetrostroy“ (Kiewmetrobau) angefangen. Der erste Bereich der Swjatoschin-Browary- Metrolinie von 5,2 km Länge war am 6. November 1960 in Betrieb genommen worden. 

 Zurzeit verfügt Kiewer Metro über 3 Linien mit Gesamtlänge von 65,18 km. 50 Metro-Stationen haben drei Umsteigstationen, die dreieckig im historischen Zentrum Kiews liegen.  

Die Station „Arsenalnaja“ gilt als die tiefste weltweit und liegt in der Tiefe von 105,5 m (Entfernung von der Bodenoberfläche bis zum Bahnsteig) 

Die Gewölbe zwischen den Marmorsäulen sind mit Mosaikdarstellungen von Fürsten der Kiewer Rus verziert.   

  

Die 5 tiefsten Metro-Stationen in der ganzen Welt:

1.  „Washington  Park“, Portland, USA, 1998:            79 m.

2. „Siegespark“, Moskau, Russland, 2003:                 84 m. 

3. „Puhung“, Pjöngjang, Nordkorea, 1987:                100 m. 

4. „Admiralteiskaja“, Sankt-Petersburg, Russland:     102 m.  

5. „Arsenalnaja“, Kiew, Ukraine, 1960:                     105,5 m. 

 1981 wurde es mit der Errichtung der dritten Metro-Linie Syrez-Petschersk begonnen, an welcher die schönste Station in Kiew nach deren architektonischen und künstlerischen Konzeption liegt, die auch als eine der schönsten in der Welt gilt. Das ist die Metro-Station „Goldenes Tor“, die etwas eingehende Beschreibung verdient. 

Diese 29-e Station ist 1989 eröffnet worden. Ihr Name bezieht sich auf das historische Denkmal Anfang des XI. Jahrhunderts -  das „Goldene Tor“, das auf dem hohen Hügel im Stadtzentrum neben der gleichnamigen Station liegt. Der Ursprung des Namens wird diskutiert, doch die Ähnlichkeit mit der „Porta Aurea“ in Konstantinopel war unverkennbar. 

Der berühmte russische Komponist Mussorgsky schuf ein Musikstück „Bilder einer Ausstellung“, der letzte Satz ist dem Goldenen Tor gewidmet, er heißt „Das Große Tor von Kiew“.

 Diese Station  liegt sehr tief (96,5 m) unter der Erde und hat drei unterirdische Säle – einen Zwischensaal und zwei  Einsteigsäle sowie zwei Rolltreppen. 

Der tiefste Saal mit Bahnsteigen ist durch zwei Reihen von Marmorsäulen getrennt. Das Interieur  des Saals ist im Baustil der fürstlichen Paläste in den Zeiten des Kiewer Staates „Kiewer Rus“   gestaltet. Das weiße Gewölbe des Zentralsaales trennen die diametralen Mosaikstreifen aus Smalte  mit Ziegelreihen. Zwischen den Mosaikstreifen  sind die mit Ornamenten verzierten Bronzekronleuchter angebracht.   Die Gewölbe zwischen den Marmorsäulen verzieren die Mosaikdarstellungen von Fürsten der Kiewer Rus  (die ersten sind die Gründer der Stadt: Kyi, Schtschek, Choriw und ihre Schwester Lybid), der ersten Kirchen Kiews und komplizierten alten Ornamenten. Jede Mosaikdarstellung ist eigenartig und wiederholt sich nicht. 

 Von einer Marmorsäule zu anderer folgend, kann man nach Mosaikdarstellungen dazwischen   auf den Gewölben in chronologischer Reihenfolge die Entstehung des Kiewer Staates  von XI. bis XIII. Jahrhundert verfolgen. Unter jedem Mosaikbild ist entsprechende Inschrift zu lesen. 

Die Station „Goldenes Tor“ zieht die Aufmerksamkeit auf sich durch deren raffinierte, elegante und eigenartige  Gestaltung und beeindruckt durch ihre feine Schönheit. Und es ist kein Zufall, dass  sie im Rating der schönsten Metro-Stationen in der ganzen Welt die 11 Position besitzt. Nachstehend ist die Liste von 15 schönsten Stationen, die vom touristischen Verlag „Bootsnall“ erstellt ist:

 1. «Champ-de-Mars», Montreal, Kanada;

2. «Formos-Boulevard», Kaohsiung, Taiwan;

3. «T-Centralen», Stockholm, Schweden;

4. «Central Park», Kaohsiung, Taiwan;

5. «Bayview», Toronto, Kanada;

6. «Bockenheimer Warte», Frankfurt, Deutschland;

7. «Bund Sightseeing Tunnel», Shanghai, China;

8. «Slawjansky Boulevard», Moskau, Russland;

9. «Kennington», London, Großbritannien;

10. «Changi Airport MRT Station», Singapur;

11. «Goldenes Tor», Kiew, Ukraine;

12. «Olaias», Lissabon, Portugal;

13. «Puhung», Pjöngjang, Nordkorea;

14. «Federal Triangle», Washington, USA;

15. «Kirowsky-Zavod», Sankt-Petersburg, Russland.

 

Der mittlere  Saal mit zwei Rolltreppen. Altes Mosaikornament.