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Sonnenuntergang am Dnepr. Fragment. Autor Zwenigorodsky V. 1970
 
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Sonnenuntergang am Dnepr. Fragment. Autor Zwenigorodsky V. 1970
Freitag, 07 Oktober 2022

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Artikel > Die Stadt am Fluss Uzh

Jaroslav Jadlovsky, verdienter Journalist der Ukraine,

extra für  «Prime Excursion Bureau».

  Bild 1. Uzhgorod. Altstadt.

 

Uzhgorod liegt im westlichen Teil des Landes im Vorgebirge von Karpaten fast an der Grenze mit der Slowakei, was eigentlich die Grenze zwischen Ukraine und Europäischer Gemeinschaft bedeutet und ist dadurch die westlichste Stadt der Ukraine. Das Territorium der Stadt macht ca. 40km² aus, Einwohnerzahl liegt bei ca. 117.000.
In dieser Stadt wohnen und arbeiten Schulter an Schulter die Vertreter von 70 Nationalitäten, die Mehrheit darunter sind die Ukrainer, Ungaren, Russen, Zigeuner, Slowaken, Juden. Die verbreitesten Sprachen sind  Ukrainische, Russische, Ungarische sowie Slowakische, die verbreitesten Konfessionen  - katholische,  protestantische, orthodoxe, judische.  
Überwiegender Stadtteil liegt auf dem rechten Uzh-Ufer (Altstadt), die Neustadt zieht sich am linken Ufer entlang. Die Erforscher teilen Uzhgorod konventionell in drei historisch-architektonische Sektoren: Stadt der ungarischen Periode, die der tschechoslowakischen Periode und der sowjetischen Periode.

Die Entstehung dieser Stadt-Burg ist auf eine Siedlung auf dem Schlossberg und die Behausungen  in deren Umgebung zurückzuführen. Die Stadt ist in der alten ungarischen Chronik „Gösta Gungarorum“ unter dem Namen Ung erwähnt. In diesem Dokument    steht eingetragen, dass die Burg Ung die Residenz des Fürsten Laborts war, der von den ungarischen Kriegern 896 am Ufer des Flusses Svirzhava  ermordet worden war (heute heißt dieser Fluss  Laborec in der Ostslowakei).
Mit der Zeit wurde die Uzhgoroder Burg zu einem der Stützpunkte von ungarischen Feudalen in Transkarpatien.  

 

Über die Mächtigkeit der robusten Befestigungsanlage des damaligen Schlosses zeugt die Tatsache, dass es den Nomaden-Horden Polovzy  unter dem Khan Kuteska nicht gelang die Uzhgoroder Burg einzunehmen, obwohl sie 1086 das ganze Land ringsum verwüstet und dem Boden gleich gemacht hatten.  Die Uzhgoroder Burg ist erstes Mal unter dem Jahre 903 urkundlich erwähnt und deren Kern ist  das  eigenartige Schloß.

Im Laufe ihres jahrhundertenlangen Bestehens ist die Burg nicht einmal umgebaut worden und von ursprünglichen Steinbauwerken ist bis heute nur ein Fundamentteil erhalten geblieben, dessen Überreste  in Verliesen zu sehen sind sowie  einige Gewölbefragmente mit romanischen Ornamenten sind hier sichtbar.
1775 hatte die österreichische Herrscherin Maria Theresia diese Burg  der griechisch-katholischen Diözese übergeben.  In dieser Periode erfolgten einige nicht bedeutsamen Umgestaltungen des Schlosses, infolge deren der   Rittersaal abgebaut wurde. Fast in selben Formen und Aussehen blieb die ganze Burg bis heute  erhalten. Heutzutage ist hier das regionale Landeskundemuseum untergebracht.

 

Bild  2. Uzhgoroder Burg

Während seiner jahrhundertenlangen Geschichte war Uzhgorod im Bestand einiger Staaten, u. zw. –  kaiserlichen Ungarns,  Österreichisch-ungarischen Imperiums, der Tschechoslowakei, ehemaliger Sowjetunion und endlich der heutigen unabhängigen Ukraine. Diese Stadt ist schön und anlockend in jeder Jahreszeit.

Das Klima in der Stadt ist gemäßigt- kontinental: ein warmer Sommer und ein milder Winter. Vom Süden strömt unbehindert die warme Luft. Die Karpaten-Gebirgskette  beeinflusst auch das Klima der Stadt indem sie Uzhgorod vor kalten Winde schützt und dadurch dessen warme Periode verlängert.

Es ist kein Zufall, dass Uzhgorod als ein populäres und beliebtestes Touristenzentrum der Ukraine gilt.

Die exotische Vegetation ist in der ganzen Stadt zu bewundern. Die günstigen Klimabedingungen fördern das Wachsen von verschiedenen Pflanzen und Bäumen aus Japan, Argentinien, Kanada, USA, Afghanistan und anderen Ländern.

Hier befindet sich einer der besten Botanischen Gärten in der Ukraine, wo ca. 3800 Pflanzenarten inkl. ca. 800 Bäume- und  Gebüschgattungen vorhanden sind. Die Flora von Transkarpatien ist durch 400 Pflanzen vertreten.  Man bewundert hier die reiche Blumensammlung, u.zw.: 120 Rosen-, 50 Gladiolen- ,
25 Chrysanthemenarten. Im Botanischen Garten kann man auch die tropische und subtropische Vegetation sehen wie: Bananen, Lorbeer,  Eukalyptus,  Papaya, 10 Palmen-, 250 Kakteengattungen etc. 
 
Eine der Sehenswürdigkeiten dieser Stadt - auf welche die Einwohner besonders stolz sind – ist die Lindenallee, die beliebteste Promenade von Uzhgorodern. Sie zieht sich  am  Kai des Flusses auf viele Kilometer entlang  und gilt als die längste Lindenallee in Europa. Hier blühen fast ein Monat lang verschiedene Lindenarten,  wodurch die Luft in der ganzen Umgebung mit dem einmaligen Lindenaroma übergefüllt wird.

Bild 3. Uzhgorod, Museum in Hexengrube

  Eine besondere Zeit in Uzhgorod ist das Frühjahr als Sakura-Bäume (japanese cherry tree) blühen. Die mit diesen exotischen Bäumen bepflanzten Straßen erinnern dann an große und bunte Sträuße. Nach deren  Abblühen bedecken  dann die abgefallenen  Blüteblätter  die Gehwege und Straßen mit einem  Rosateppich und es scheint, dass man sich in Japan befindet, wo Sakura für den heiligen Baum gehalten wird.

 Als „Hauptstadt“ von Transkarpatien, die  an der Grenze mit vier Nachbarstaaten: Polen, Rumänien, Slowakei, und Ungarn liegt, spielt Uzhgorod eine bestimmte Rolle im internationalen Leben der Ukraine. Hier finden recht oft wichtige Veranstaltungen statt, wie Treffen von Oberhäuptern der Staaten, internationale Konferenzen, wissenschaftliche Symposien etc. Es wird erwartet, dass 2010 in Uzhgorod die sog. „kleine Olympiade“ – internationale Sportspiele von Schülern stattfinden werden.
Außerdem entwickelt Uzhgorod die gegenseitig vorteilhaften Beziehungen zu seinen Partnerstädten: Jaroslav (Polen), Darmstadt (Deutschland), Niredgaza und  Békéscsaba (Ungarn),  Kosice und Michalovce (Slowakei),  Ceska Lipa  (Tschechien), Korvalis /USA/, Moskau und Orjol (Russland), Horsens (Dänemark), Satu Mare (Rumänien).

  

In Uzhgorod befindet sich eines  der ältesten aktiven Gotteshäusern in Zentraleuropa -  die Rotunde  St. Anna, XII-XIII Jh. Die Fresken  in proto- Renaissance – Stil  stammen von norditalienischen Meistern. Im  ХV Jh. ist an die Rotunde  die rechteckige Kirche von St. Nikolaus zugebaut worden.
Es sind auch weitere  Sakralbauten  sehenswert:  Kreuzerhöhung- Kathedrale (1640),  Katholische Kirche St. Georgien (1332 erstmals urkundlich erwähnt), Protestantisches Gotteshaus, orthodoxe Mariä Schutz und Fürbitte-Kathedrale (1930 auf Kosten von russischen Einwanderern gebaut).  In Uzhgorod kann man sich auch mit einheimischen Weinbau- und Gastronomy- Erzeugnissen vertraut machen. Solche Möglichkeit besteht  nicht nur im Weinkostensaal “Chardonnay”, sondern in jedem der zahlreichen Weinkellern der Stadt.  Hier  ist eine breite Palette von wunderbaren Weinsorten  verfügbar, die man pflegt echt  zu genießen.
Für die Feinschmecker steht ein unbegrenztes Angebot von Spezialitäten zur Verfügung: hier sind die ukrainische, ungarische, slowakische, zigeunerische, deutsche, jüdische Küchen vertreten.
Und noch eine echte Besonderheit dieser Stadt  ist  der Kaffee auf „uzhgoroder Art“!  Auf jedem Schritt und Tritt wird hier  dieses unübertroffene Aroma-Getränk gekocht, welches mit keinem anderen zu vergleichen ist.
Man kann noch viele interessanten Sachen  über unsere Stadt erzählen und Tipps geben, wie z.B. Besuch des Kalvaria- Friedhofes, wo  viele prominenten Persönlichkeiten verschiedener Zeiten beigesetzt sind, Bummel durch die Korso-Straße – eine Art Kunstviertel, wo immer  ein reges Leben pulsiert… 
 

Bild 4. Uzhgorod, Philharmonie

Wir würden doch sagen, dass es besser  einmal zu sehen, als vielmals zu hören sei. Besuchen Sie unsere liebe Stadt und  kriegen dann zweifellos gute Eindrücke, positive Emotionen und den Wunsch nochmals hier zu kommen!